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Der Marketing-Verein befragte gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Marketing, TU Dresden 53 Unternehmensvertreter auf der crossmedia Fachmesse für Marketing, Kommunikation und Medien 2004 zu ihrem Wissen und ihren Erfahrungen im Online-Marketing.
Wie die folgenden Ergebnisse zeigen, haben viele sächsische Anbieter bereits das Potenzial dieses relativ neuen Mediums erkannt und z.T. erschlossen. Dennoch besteht vielerorts noch Nachholbedarf.
In welcher Form nutzen Unternehmen das Internet? Wie folgende Ergebnisse zeigen, haben viele sächsische Anbieter bereits das Potenzial dieses relativ neuen Mediums erkannt und z.T. erschlossen. Dennoch besteht vielerorts noch Nachholbedarf.
1. Internetauftritt Der Großteil der 53 Befragten ist mit einer Website im Internet präsent, um so über Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Etwas mehr als die Hälfte (52,8%) bietet auf ihrer Website inhaltlichen Mehrwert (z.B. Glossar oder FAQ-Liste). "Ad Specials" haben hingegen nur 17% der Unternehmen auf ihren Webseiten integriert. Im Vordergrund steht für die Befragten offenbar, einen Informations- und weniger einen Unterhaltungsnutzen zu vermitteln. Zudem betreiben knapp 50% der Unternehmen Suchmaschinen-Marketing, arbeiten also gezielt darauf hin, von der Zielgruppe gefunden zu werden.
2. Kommunikation mit der Zielgruppe Etwa die Hälfte der Befragten nutzt das Internet, um auf direktem Wege mit der Zielgruppe zu kommunizieren. 45,3% setzen hierfür E-Mail-Marketing ein, d.h. sie senden ihren Kunden Werbeinformationen auf elektronischem Wege zu. 52,8% der Befragten bieten die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren, und können so auf Wunsch des Kunden über das Unternehmen informieren.
3. Werbung im Internet Der Großteil der Befragten besitzt zwar eine Website, eigene Werbebotschaften platzieren aber nur wenige Unternehmen im Internet. So wissen 60,4% der Befragten zwar, was Bannerwerbung ist; nur 24,5% machen jedoch davon Gebrauch. Auch Internet-Sponsoring und Affiliate-Marketing sind nur bei wenigen Unternehmen Bestandteil des Online-Marketing-Mix (jeweils 28,3%). Vermutlich lässt sich dies auf die geringe Vertrautheit mit diesen Instrumenten zurückführen.
4. Sonstige Anwendungen Mit dem Internet ist es nicht nur möglich, Informationen zu vermitteln und zu kommunizieren, online können auch Produkte verkauft oder komplexe Geschäftsprozesse abgebildet werden. Bereits 43,4% der Befragten haben einen Online-Shop eingerichtet, weitere 9,4% planen, zukünftig Produkte über das Internet zu verkaufen. CRM-Systeme verwenden bisher nur 22,6% der Unternehmen, und 13,2% möchten in Zukunft computergestütztes Kundenbindungs- Management betreiben. 26,4% der Befragten geben jedoch auch an, den Begriff „CRM“ gar nicht zu kennen. Darüber hinaus nutzen lediglich 28,3% virtuelle Communities,d.h. Treffpunkte im Internet, bei denen sich Kunden untereinander oder mit dem Unternehmen austauschen können. Auch SMS-Services als Form des Mobile Marketing kommen in den Unternehmen bislang eher selten zum Einsatz (17,0%).
5. Durchschnittlicher Zielerreichungsgrad (Wie viel des Möglichen bereits umgesetzt ist) Internet-Auftritt (Website, inhaltlicher Mehrwert, Ad-Specials, Suchmaschinen-Marketing): 67,9%.
- Kommunikation (E-Mail-Marketing, Newsletter): 71,1%.
- Werbung im Internet (Banner, Sponsoring, Affiliate Marketing): 51,4%.
- Sonstiges (CRM, SMS-Service, Online-Shop, Virtuelle Community): 51,6%.
Informationen darüber, wie sich der Erfolg Ihrer Website planen und kontrollieren lässt, finden Sie in dem Forschungspapier „ Webseiten erfolgreich gestalten“. |