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| Auslandsagent | Rechtlich selbständiger Handelsmittler, der Auslandsgeschäfte in fremdem Namen und auf fremde Rechnung abschließt. Als Vermittlungsagent stimmt er die Anforderungen und Bedürfnisse von Lieferant und Abnehmer aufeinander ab, im Extremfall als Allein- bzw. Generalvertreter. Der Abschlussagent tätigt in einem fremden Wirtschaftsgebiet Geschäftsabschlüsse, unterhält Ausstellungsräume sowie Auslieferungslager und gewährleistet den erforderlichen Kundendienst. |
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| Auslandsbonds | Im Inland von einheimischen Emittenten ausgegebene festverzinsliche Wertpapiere, die auf eine ausländische Währung lauten. |
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| Auslandsdelegierte | Mitarbeiter des Stammhauses, die ins Ausland entsandt werden, um dort als 'expatriates' für das entsendende Unternehmen bestimmte Funktionen zu erfüllen (z.B. Know how-Transfer, Vermittlung und Abstimmung von Unternehmensstruktur und -strategie). |
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| Auslandskunde | Wissenschaft, welche die ethnologischen, geographischen (Wirtschaftsgeographie), kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen fremder Staaten erforscht. |
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| AuslandsMarketing | Marketing für ausländische Zielmärkte. Auslandsmarketing ist die alternative, selten gebrauchte Bezeichnung für Exportmarketing. Hierbei handelt es sich um einen hauptsächlich deskriptiv orientierten Vorläufer des eher explikativen Internationalen bzw. Interkulturellen Marketing. |
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| Auslandsmarkt | In Abgrenzung zum Binnenmarkt (potenzielles) Absatzgebiet für wirtschaftliche Leistungen, das jenseits der Landesgrenzen des Herkunftslandes eines Unternehmens liegt. |
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| Auslandsmarktforschung | Zuständig für die Beschaffung und Verwertung von Informationen über ausländische Märkte, die aufgrund einer Vielzahl von Problemen (Sprachbarriere, geographische und kulturelle Distanz, Mentalitätsunterschiede, rechtliche Restriktionen, mangelnde informations- und kommunikationstechnologische Infrastruktur) im Regelfall weitaus mehr Aufwand verursacht und zu gewöhnlich weniger befriedigenden Ergebnissen führt als die klassische (Binnen-)Marktforschung. |
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| Auslandsmesse | Jegliche Art von Messe, die im Ausland abgehalten wird. Auslandsmessen sind ein wichtiges Instrument der Export- bzw. Außenwirtschaftsförderung und werden deshalb in vielfältiger Weise unterstützt, insb. was die Beteiligung mittelständischer Unternehmen anbelangt.  |
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| Auslandsquote | Einfache Kennzahl der Internationalisierung. Indem man die jeweils entsprechenden nationalen und internationalen Bestandsgrößen (z.B. Anzahl der Beschäftigten) oder Bewegungsgrößen (z.B. Investitionen, Absatz, Gewinn) zueinander in Beziehung setzt, erhält man einen ersten Eindruck von der relativen Bedeutung des Auslandsgeschäfts für ein Unternehmen, eine Branche oder eine ganze Volkswirtschaft. Im Gegensatz dazu wird dessen absolute Bedeutung durch Kennzahlen wie Auslandsumsatz erfasst. |
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| Auslandsumsatz | Umsatz, den ein Unternehmen mit ausländischen Abnehmern erzielt |
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| Ausschreibung | Öffentliche Bekanntgabe eines eigenen Beschaffungsbedarfs und Aufforderung an geeignete Anbieter, ein Angebot abzugeben, mit dem Ziel, unter potenziellen Anbietern einen Wettbewerb auszulösen. |
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| Auswirkungsprinzip | Im deutschen wie im europäischen Kartellrecht verankerter Rechtsgrundsatz. Demnach sind die jeweiligen nationalen bzw. supranationalen Vorschriften auf alle Verstöße anwendbar, die sich in dem jeweiligen Rechtsgebiet auswirken, unabhängig vom Sitz der betroffenen Unternehmen. |
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| Awareness Advertising | Spezielle Form der internationalen Kommunikationspolitik. Mit ’awareness advertising’ verfolgt ein Unternehmen das Ziel, bei potentiellen Zielgruppen bereits spezifische Produkterwartungen bzw. -images aufzubauen, noch bevor es seine Produkte oder Dienstleistungen in diesem Land anbieten kann. Hiermit soll zunächst zwar nur das Interesse für die umworbene Leistung geweckt werden. Wichtiger noch aber ist die frühzeitige Positionierung im Imageraum dieses Marktes. Zu den vorrangigen Zielgruppen dieser Kommunikationsstrategie zählen neben den Konsumpionieren hauptsächlich potentielle Distributeure. |
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| Bafa Bafa | Allgemeines, d.h. kulturunspezifisches interkulturelles Training, das sich der Simulationsmethode bedient. Ursprünglich für die Zwecke der US-Navy entwickelt, ist Bafa Bafa mittlerweile auch Bestandteil des Vorbereitungsprogramms der Bosch-Gruppe. Um die kulturbedingte Relativität von Normen, Werten und Verhaltensweisen unmittelbar und so realistisch wie möglich erleben zu können, werden dabei die Kursteilnehmer einer von zwei fiktiven Kulturen zugeteilt. |
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| Band Waggon-Effekt der Internationalisie | Auslandsengagements, angeregt durch entsprechende Maßnahmen der Internationalisierung, die (inländische) Konkurrenten ergriffen haben (insb. bei Direktinvestitionen). Hinter dieser Imitations- bzw. Me too-Strategie wird in Anlehnung an das Konzept, das die Mikroökonomie zur Erklärung eines nicht-preisbedingten Nachfragezuwachses entwickelt hat, als 'band waggon' bezeichnet. |
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| Bankgarantie | Instrument zur Sicherung von (Auslands-)Geschäften. Anders als die Bürgschaft ist die Bankgarantie nicht gesetzlich geregelt und, anders als bestimmte Formen des Akkreditivs, unwiderruflich. Durch die Verpflichtung, unabhängig vom (Waren-)Grundgeschäft dem Begünstigten auf dessen Aufforderung hin einen bestimmten Geldbetrag zu überweisen, sofern dieser die vereinbarten Voraussetzungen erfüllt, erhöht die Garantie die Bonität des Auftraggebers. |
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| Beschwerdemanagement | Systematischer Einsatz von Instrumenten wie Garantie, Erleichterung der Kontaktaufnahme und Zusage einer unverzüglichen Bearbeitung von Reklamationen mit dem Ziel der Wiederherstellung der Kundenzufriedenheit und der Stärkung der Kundenbindung. Die Ergebnisse der Zufriedenheitsforschung lassen erkennen, dass unzufriedene Kunden dem Unternehmen erheblich schaden können, z.B. indem sie abwandern oder negative Mund-zu-Mund-Propaganda betreiben. |
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| Betreibermodelle | Formen internationaler Anlagengeschäfte, bei denen Anlagen- und Systemlieferanten sowie Generalunternehmer im Zuge der Internationalisierung der Geschäftstätigkeit ihr Leistungsspektrum insb. um Dienstleistungen ausweiten. Konkret handelt es sich dabei um die Finanzierung und den Betrieb von Anlagen. |
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| Big Five | (1) Gruppe der größten Schwellen- bzw. Entwicklungsländer (Brasilien, China, Indien, Indonesien und Russland). Diese Volkswirtschaften stellen zusammen zwar die Hälfte aller (potenziellen) Arbeitskräfte, trugen 1992 aber nur 8% zum weltweiten Bruttosozialprodukt bei. (2) Unter 'big five' versteht man auch fünf grundlegende Persönlichkeitsfaktoren (Extraversion, Neurotizismus, Verträglichkeit bzw. Liebenswürdigkeit, Offenheit für neue Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit). (3) Auch die konfuzianische Sittenlehre kennt 'big five'. Zu den 'wu lun', den fünf wichtigsten sozialen Beziehungen, zählt, in dieser in hohem Maße beziehungsorientierten Gesellschaft u.a. Pietät. |
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| Binnenhandel | Wirtschaftliche Austauschbeziehungen zwischen Wirtschaftspartnern, deren Standorte im Inland liegen. Binnenhandel liegt bspw. vor, wenn eine schwäbische Brauerei Hopfen aus dem Anbaugebiet rund um Tettnang bezieht. Vom Binnenhandel ist der Außenhandel abzugrenzen. |
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| Binnenhandelspolitik | gestaltet und strukturiert die wirtschaftlichen Transaktionen zwischen Wirtschaftspartnern im Inland. Gegenstand der Binnenhandelspolitik sind vor allem die Förderung einer als effizient angesehenen Versorgungs-Struktur (etwa in Gestalt eines bestimmten Mixes von Handelsbetriebstypen und Handelsbetriebsgrößen). In zunehmendem Maße haben sich die Träger der Binnenhandelspolitik (öffentliche Institutionen wie Bund, Länder und Gemeinden sowie Verbände, Gewerkschaften und Bürgerinitiativen) auch mit Fragen der Verbraucherpolitik und des Umweltschutzes befasst. |
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| Binnenmarkt | Gesamtheit aller Märkte einer Volkswirtschaft bzw. Gemeinschaft von Volkswirtschaften, auf denen im Inland erzeugte oder zum Zwecke des dortigen Verbrauchs importierte Güter gehandelt werden. Vom Binnenmarkt ist der Weltmarkt zu unterscheiden. Aufgrund von Import- und Exportbeziehungen sind beide Märkte interdependent. Die Einheitliche Europäische Akte (EEA) definiert „Binnenmarkt“ als „Raum ohne Binnengrenzen“, in dem der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital gewährleistet ist. |
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| Blickkontakt | Wichtige Erscheinungsform der nonverbalen Kommunikation (Schweigen). Die einzelnen Kulturen unterscheiden sich nachhaltig darin, welche Art und Intensität des Blickkontakts sie jeweils als angemessen empfinden. Obwohl auch innerhalb des westlichen Kulturkreises beträchtliche Diskrepanzen bestehen, wird dort tendenziell ein offener, ruhiger Blick positiv bewertet, jedenfalls im Vergleich zum östlichen Kulturkreis, wo schnell der Eindruck des Indiskreten entsteht. Asiatische Gesprächspartner schauen sich im Regelfall immer nur für einen kurzen „Augenblick“ an, zwischendurch wandert der Blick länger gen Boden oder auf ihren Schoß. |
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| Bollywood | in Analogie zu Hollywood, dem Zentrum und Mekka der amerikanischen Filmindustrie gewählte Wortschöpfung, welche die Filmmetropole Indiens bezeichnet: Bombay. |
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| Bonitätsrisiko | Unterkategorie des Kreditgewährungsrisikos. Das Bonitätsrisiko umfasst einerseits das Schuldnerrisiko, d.h. die Gefahr, dass der Debitor seiner Verpflichtung nicht nachkommt und anstehende Zins-, Provisions- und/oder Rückzahlungen verweigert, und andererseits das Länderrisiko. |
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