|
| CE-Zertifizierung | Bestätigt, dass ein Produkt (insb. aus den Bereichen Maschinenbau, elektrische Geräte, medizinische Produkte und Spielwaren) die in der Europäischen Union vorgeschriebenen Sicherheitsstandards erfüllt. Produkte mit CE-Zertifikat können ohne weitere technische Kontrollen innerhalb der Gemeinschaft vertrieben werden. |
 | |
| Central Product Classification | Erfasst alle (transportierbaren) Güter, die prinzipiell gehandelt werden können. CPC, die zentrale Produktklassifikation der Vereinten Nationen, baut erstens auf dem für den Außenhandel maßgeblichen Harmonisierten System zur Beschreibung und Codierung der Waren und zweitens der International Standard Industrial Classification of all Economic Activities (ISIC) auf. Eine wichtige Funktion von CPC besteht darin, Außenhandels-, Zahlungsbilanz- und andere Statistiken international systematisch vergleichen zu können. |
 | |
| Chaebol | Den japanischen Keiretsu vergleichbare koreanische Mischkonzerne. Diese Unternehmenskonglomerate (z.B. Samsung, Hyundai, Daewoo) waren insbesondere in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts für Südkoreas Außenhandel von zentraler Bedeutung. |
 | |
| Chauvinismus | Extremer, prahlerischer und engstirniger Patriotismus, der die Rechte und Ansprüche anderer Nationen ignoriert bzw. aktiv ablehnt (vgl. auch Ethnozentrismus). |
 | |
| Chrematistik | Nach Aristoteles die moralisch verwerfliche Kunst der Bereicherung, die vor allem im Binnenhandel zu beobachten sei. Das Gegenstück, die natürliche Erwerbskunst der Ökonomik, sah der vorchristliche griechische Philosoph nicht zuletzt im Außenhandel verwirklicht (obwohl dieser damals nicht selten gewaltsam betrieben wurde). |
 | |
| CIRR-Rate | Zinssatz für Kredite, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau bzw. im Rahmen des ERP zur Exportfinanzierung vergeben werden. Die Commercial Interest Reference-Rate wird zum 15. eines jeden Monats festgelegt. Eine Liste der CIRR-Sätze aller verfügbaren Währungen veröffentlicht die OECD. |
 | |
| CITES | Ethisch bedenkliche Erscheinungsformen der Internationalisierung |
 | |
| Club du Sahel | für Entwicklungshilfe zuständiger Ausschuss der OECD |
 | |
| Cluster | Gruppen gleichartiger Objekte, welche mit Hilfe bspw. der Clusteranalyse identifiziert werden. Im Rahmen des Interkulturellen Marketing liegt es nahe, Länder nach Maßgabe ihrer Landeskultur zu segmentieren, d.h. homogene Kultur-Cluster zu bilden. Bei der Vermarktung von kultursensiblen Produkten (z.B. Lebensmittel) bieten diese eine günstige Voraussetzung für den standardisierten Einsatz des Marketing-Instrumentariums (kulturfreie vs. kulturgebundene Güter). |
 | |
| Coaching, interkulturelles | Dient der intensiven Vorbereitung von Fach- und Führungskräften auf einen fremdkulturellen Lebens- und/oder Arbeitskontext. Wichtige Themen dieser individuellen, intensiven und längerfristig angelegten Form des interkulturellen Trainings sind zumeist Arbeits-, Führungs- und Kommunikationsstrategien sowie Konfliktmanagement, aber auch Ablauf und Bewältigung von Kulturschocks, Reintegrationsprobleme etc. |
 | |
| COMECON | Council for Mutual Economic Assistance. Von der Sowjetunion angeführte, 1991 jedoch aufgelöste Wirtschaftsorganisation der kommunistischen Staaten Osteuropas (= RGW-Staaten). |
 | |
| Commerzialismus | In England entwickelte Spielart des Merkantilismus. Sie akzentuierte die Handels- und die Kolonialpolitik als Instrumente der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. |
 | |
| Commodities | Wirtschaftliche Güter, die austauschbar sind und, da sich ihre Qualität anhand objektiver Kriterien eindeutig bestimmten lässt, von Kunden auch als austauschbar wahrgenommen werden. |
 | |
| Common Cause | Versteht sich als Lobby des amerikanischen Bürgers und setzt sich für eine offene und ehrliche Regierungsarbeit ein. Insbesondere wendet sich diese Nonprofit-Organisation gegen Korruption in der Regierung sowie gegen den Einfluss des „Großkapitals“. |
 | |
| Continuation Patent | Besonderheit des amerikanischen Patentrechts. Dieses bietet die Möglichkeit, rückwirkend den Wortlaut eines Patents zu ändern. Während der Prüfphase, in der das Patentamt feststellt, ob das anzumeldende Produkt im Sinne des Patentrechts eine schutzwürdige Leistung darstellt, vergehen oft mehrere Jahre. In dieser Zeit bleiben Antragsteller und Prüfer in ständigem Kontakt, um zu gewährleisten, dass die gewählte Formulierung die zu schützenden Ansprüche des zukünftigen Patentinhabers exakt (d.h. „gerichtsfest“) erfasst. |
 | |
| CoO-Effekt | Konsumenten projizieren oftmals das stereotypische Landesimage auf das Produkt. Ähnlich wie die Marke oder der Preis wirkt das Herkunftsland (Country of Origin, CoO) als Schlüsselinformation, die den Kaufentscheidungsprozess erleichtert. Aber nicht nur das allgemeine Länderimage wirkt sich auf das Urteil des Konsumenten aus, sondern auch das produktspezifische nationale Image  |
 | |
| Corruption Perception Index | Rangliste von 91 Ländern (Stand: 2001), geordnet nach dem Grad, in dem nach Ansicht von Experten dort Amtsträger und Politiker korrupt sind. Der CPI ist ein Index, mit dessen Hilfe die Nicht-Regierungsorganisation Transparency International Ergebnisse von 14 Untersuchungen zusammenfasst. Basis sind einerseits die Einschätzungen von Geschäftsleuten, professionellen Risikoanalysten und Staatsbürgern, die im Inland wie auch im Ausland leben, und andererseits insb. die Studien verschiedenster Institutionen. |
 | |
| Country by Country-Ansatz | Schrittweise Einführung standardisierter Produkte. Abhängig von Marktpotenzial, Wettbewerbssituation oder sozio-kultureller Ähnlichkeit etc. wird ein Ländermarkt nach dem anderen erschlossen (z.B. je größer das Marktpotenzial, je geringer die Wettbewerbsintensität und je größer die sozio-kulturelle Ähnlichkeit, um so früher). |
 | |
| Country of Origin-Effekt | Konsumenten projizieren oftmals das stereotypische Landesimage auf das Produkt. Ähnlich wie die Marke oder der Preis wirkt das Herkunftsland als Schlüsselinformation, die den Kaufentscheidungsprozess erleichtert. Aber nicht nur das allgemeine Länderimage wirkt sich auf das Urteil des Konsumenten aus, sondern auch das produktspezifische nationale Image  |
 | |
| Cross Border Leasing | Ist dann gegeben, wenn die Standorte der Unternehmen von Leasing-Geber und Leasing-Nehmer in verschiedenen Ländern liegen. |
 | |
| Cross Cultural-Forschungsansatz | Forschungsstrategie, in deren Mittelpunkt zum einen das Ziel steht, anhand des systematischen Vergleichs nationaler Marketing-Systeme und Handlungsgewohnheiten das Spezifische einer Kultur herauszuarbeiten. Zum anderen beabsichtigen Vertreter dieses Ansatzes, eine Meta-Theorie (des Marketing, des Management etc.) zu entwickeln. Sie möchten herausfinden, welche Theorien, Techniken, Praktiken etc. universell anwendbar und welche spezifisch für eine bestimmte Kultur sind. Im Gegensatz zum „Inter Cultural-Forschungsansatz“ versteht sich „Cross Cultural-Forschung“ als „kulturübergreifend“. |
 | |
| Cultural Bias | Verzerrung von (empirischen) Befunden aufgrund des unkontrollierten Einflusses kulturspezifischer intervenierender Variablen (z.B. unterschiedliche Auskunftsbereitschaft). Im Falle der Hofstede-Studie bspw. sorgte die Dominanz „westlicher“ Werte für einen 'cultural bias'. Dieser ist häufig auch auf mangelnde Äquivalenz der Analyseinstrumente, Forschungsdesigns etc. zurückzuführen. |
 | |
| Cultural Synergy-Circle | Zum einen Teil des interkulturellen Synergie-Managements, zum anderen Teil des interkulturellen Wissen-Managements. Wie in einem 'quality circle' diskutieren auslandserprobte Mitarbeiter mit Experten über ihre bei Auslandseinsätzen gewonnenen Erfahrungen. Indem diese in Gestalt von Handlungsregeln dokumentiert werden, verhindert das Unternehmen Wissensverlust (bspw. für den Fall, dass diese erfahrenen Kollegen das Unternehmen verlassen). |
 | |
| Customizing | Anpassung von Produkten bzw. Dienstleistungen an die spezifischen Bedürfnisse bzw. Anforderungen jedes einzelnen Nachfragers. Die Taylor Made-Strategie, d.h. das Angebot von Leistungen, die auf einzelne Kunden zugeschnitten sind, dient dazu, sich gegenüber Wettbewerbern Vorteile zu verschaffen, indem das Unternehmen auf die zunehmende Individualisierung des Käuferverhaltens reagiert. |
 | |
| Debitor | Schuldner, der auf Kredit Ware von einem Lieferanten bezogen hat. Etymologisch lässt sich dieser Begriff auf das Lateinische zurückführen (debere = schulden). |
 | |