|
| Entwicklungsland | Land, dessen wirtschaftliche Entwicklung im Vergleich zu den Industrieländern rückständig ist. Auch wenn versucht wird, diese Klassifizierung mit Hilfe von Entwicklungsindikatoren zu objektivieren, so ist sie doch, wie jede Normsetzung, in gewisser Weise willkürlich. |
 | |
| Entwicklungspatriotismus | Spezielle Erscheinungsform von Patriotismus. Grundlegend ist der Konsens der Elite eines (Entwicklungs-)Landes, alle Anstrengungen und Ressourcen (z.B. Einnahmen aus Naturschätzen, Steueraufkommen) dazu einzusetzen, die Entwicklung des eigenen Landes voranzubringen. |
 | |
| Entwicklungspolitik | Versuch der Industrieländer, zur Beschleunigung der als rückständig eingestuften Entwicklung bestimmter Volkswirtschaften beizutragen. Die Oberziele dienen hauptsächlich der Intensivierung des Wirtschaftswachstums.Als Subziel gilt z.B. die Verringerung der Armutsquote. |
 | |
| Entwicklungsprogramm der Vereinten Natio | Wurde 1965 mit Sitz in New York gegründet. Das United Nations Development Programme (UNDP) arbeitet als zentrale Organisation der Entwicklungsfonds und Entwicklungsprogramme mit 166 Staaten zusammen. Es unterstützt diese bei Krisenvorsorge und Konfliktbewältigung, Energie und Umwelt sowie Gesundheitsvorsorge. |
 | |
| Entwicklungsstrategie | Gezielter und koordinierter Einsatz mehrerer entwicklungspolitisch motivierter Maßnahmen. |
 | |
| Environmental Sustainability Index | Berücksichtigt neben gegenwärtigen Umweltbedingungen auch langfristige, zukünftige Faktoren einer nachhaltigen ökologischen Entwicklung. |
 | |
| Ereignisstudien | Messen die Reaktion des Kapitalmarktes auf außergewöhnliche, eindeutig abgrenzbare 'events'. |
 | |
| ERP-Sondervermögen des Bundes | Entwicklungsfonds, den hauptsächlich die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Finanzierung von Exportgeschäften und Projekten mit Entwicklungsländern nutzt. Das Sondervermögen wird aus Mitteln des Europäischen Wiederaufbauprogramms (ERP) gespeist. |
 | |
| Erweiterte Strukturanpassungsfazilität | 1987 vom Internationalen Währungsfonds (IWF) zugunsten der ärmsten Entwicklungsländer unter seinen Mitgliedern geschaffene Fazilität („Kreditmöglichkeit“). Diese Kredite sind mit besonders günstigen Konditionen (bis zu 300% der jeweiligen IWF-Quote) und langen Laufzeiten ausgestattet. |
 | |
| Erziehungszoll | Wichtigstes Instrument des Erziehungsprotektionismus. Es handelt sich dabei um einen Schutzzoll. Folgt man dem „Infant Industry-Argument“, so schützt der Erziehungszoll junge Industrien vor übermächtigen etablierten internationalen Wettbewerbern und ermöglicht es so der 'infant industry' erst, in den internationalen Wettbewerb mit Aussicht auf Erfolg einzutreten. |
 | |
| Ethik | Wissenschaftliche Theorie der Moral. Ziel ist die theoretische Begründung und Systematisierung moralischen Handelns. Wirtschaftsethik (bzw. Unternehmensethik) befasst sich mit der Frage, welche moralische Normen und Ideale unter den Bedingungen der jeweiligen Wirtschaftsordnung und gesellschaftlichen Verhältnisse Gültigkeit besitzen können bzw. sollten. |
 | |
| Ethisch bedenkliche Erscheinungsformen d | Umfasst neben der Ausbeutung von Kinderarbeit und den unkontrollierten Export von Tropenholz z.B. auch den „Export“ bedrohter Tiere. |
 | |
| Ethnic Food | Lebensmittel, zumeist in Form zubereiteter Speisen, die stark mit einem fremden, nach Möglichkeit exotischen Land bzw. einer fernen Kultur verbunden werden (z.B. Chutney, Sangria, Tapas). Hinzu kommt der Eindruck des Modischen; d.h. Ethnic Food, wie Sushi, unterscheidet sich von „klassischer“ fremdländischer Kost (z.B. Camembert, Pizza, Salami) insofern, als jenes zeitweilig Teil eines Lebensstils ist, der bei bestimmten Zielgruppen bzw. Schichten der Bevölkerung als 'up to date' gilt. |
 | |
| Ethnie | Menschengruppe mit einer einheitlichen Kultur (gr. 'ethnos': Volk, Volksstamm). |
 | |
| Ethno | Wortbildungselement mit der Bedeutung Volk, die Völker betreffend. |
 | |
| Ethnobotanik | Erwirbt und vermittelt detaillierte Kenntnisse über Pflanzen, Tiere, den menschlichen Körper und die Natur, anhand derer einzelne Ethnien die Welt erklärend strukturieren. |
 | |
| Ethnogenese | Teilgebiet der Völkerkunde, das sich mit den Fragen nach dem Ursprung eines Volkes beschäftigt. |
 | |
| Ethnographie | Methode des objektiven und systematischen Erfassens und Beschreibens von Daten über (Natur-)Völker. Das zentrale Problem der ethnologischen Feldforschung ist das Verhältnis zwischen Verstehen und Erklären. Nach T. Schweizer überwiegt in der Phase der Datenerhebung das Verstehen einheimischer Bedeutung und Sichtweisen der Akteure. Gegen ende der Datenerhebung sowie in der Phase der Auswertung und des Dokumentierens der Befunde dominieren dann das Bemühen, nach Möglichkeit kausale Erklärungen für das Beobachtete zu finden. |
 | |
| Ethnopsychologie | Lehre von den seelischen und geistigen Merkmalen (Sprache, Sitten und Gebräuche, Mythos, Religion) von Völkern. Wichtigstes Forschungsinstrument sind systematische Vergleichsstudien. |
 | |
| Ethnosoziologie | Interdisziplinäre Wissenschaft, die Soziologie, Ethnologie und Kultur- bzw. Sozialanthropologie miteinander verbindet. |
 | |
| Ethnotrade | Zeitschrift für interkulturelle Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsunternehmen. Ethnotrade erscheint zwei-monatlich und basiert auf der Geschäftsidee, seinen Lesern die Zielgruppe „ausländische Unternehmer in Deutschland“ zugänglich zu machen. Insofern ist diese Zeitschrift ein Medium des Ethno-Marketing. Im redaktionellen Teil werden vor allem Themen juristischer und wirtschaftlicher Art behandelt, welche für die Zielgruppe von Interesse sind. |
 | |
| EU-Standardüberweisung | Ermöglicht es in allen 25 Mitgliedsländern der Europäischen Union, sowohl 'off-line' als auch 'online' Auslandsüberweisungen so kostengünstig vorzunehmen wie Inlandsüberweisungen. Voraussetzungen sind die International Banking Account Number (IBAN), als internationale Kontonummer des Empfängers, und die internationale Bankleitzahl BIC (= Bank Identifier Code). Jeder Kontoinhaber kann diese Angaben bei seiner Bank bzw. Sparkasse erfragen. |
 | |
| EURIBOR | Zinssatz für Geldgeschäfte zwischen Banken nach Maßgabe der EURO Interbank Offered Rate. Der EURIBOR wird auf Basis von Marktdaten sowie den Konditionen von 57 erstklassigen europäischen und außereuropäischen Banken ermittelt. Der so genannte 'spread', d.h. der darauf zu entrichtende Aufschlag, ist nach Fristigkeit und Risikograd gestaffelt. |
 | |
| Euro | Im Vertrag von Maastricht (Vertrag über die Europäische Union) vereinbarte und mit Hilfe eines Dreistufenplans am 1.1.2002 nach einer fünfjährigen Konvergenzphase eingeführte einheitliche Währungseinheit der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU). |
 | |
| Euro Preis Barometer-Index | Warenkorb, bestehend aus 100 internationalen Marken, der als Basis genommen wird, um das Preisniveau (einschließlich aller Steuern) in der Mehrzahl der europäischen Länder vergleichend zu erheben. |
 | |