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BegriffDefinition
export21Kongressmesse mit den Schwerpunkten Export und Direktinvestitionen, die Dezember 2004 erstmals in Frankfurt/Main stattfand. Dort werden Unternehmenskonzepte und Dienstleistungen zu den Themen Kommunikation, Sourcing, Produktion und Logistik, Finanzierung, Risikomanagement sowie Unternehmensführung im Ausland vorgestellt.
ExportagenturFührt Waren und/oder handelbare Dienstleistungen in eigener Verantwortung, nicht jedoch auf eigene Rechnung aus. Der jeweilige Hersteller bzw. Leistungserbringer trägt die (Vertriebs-)Risiken und behält die Eigentumsrechte.weiterführende Literatur
Exportbeschränkung, freiwilligeZählt zu den nicht-tarifären Handelshemmnissen, da derartige Restriktionen im Regelfall alles andere als „freiwillig“ sind. Exportländer, die sich bereit erklären, lediglich eine bestimmte Menge von Produkten in ein bestimmtes Land zu exportieren, wollen damit noch restriktiveren Einschränkungen durch das Importland vorbeugen.weiterführende Literatur
Exporterfolg von UnternehmenWird mit Hilfe verschiedener Indikatoren gemessen. Obwohl diese gewöhnlich nicht signifikant miteinander korrelieren, wird in der Exporterfolgs-Literatur vielfach nicht systematisch unterschieden, welches Erfolgsmaß verwendet wurde: Exportumsatz, Exportquote, Exportrendite.weiterführende Literatur
Exporterfolg von VolkswirtschaftenHäufig genutzter Indikator der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Als einfachste Maßzahlen werden das (absolute) Exportvolumen und die (relative) Exportquote herangezogen. Als Operationalisierung werden u.a. der Anteil eines Landes am Weltexport, die Export-Performance oder die Bedeutung eines Landes als Lieferant für andere Länder gewählt.weiterführende Literatur
ExporteurUnternehmen, das einen bestimmten Mindesanteil seines Umsatzes (z.B. 10%) in ausländischen Märkten mit Hilfe der Exportstrategie erzielt.weiterführende Literatur
ExportfinanzierungDa die Europäische Kommission einen möglichen Interessenkonflikt zwischen dem allgemeinen Förderauftrag dieser Institution und der Finanzierung des Exportgeschäfts der deutschen Wirtschaft kritisierte, will die Förderbank des Bundes, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Aufgabe der Exportfinanzierung einem Tochterunternehmen übertragen. Ab 1.1.2008 soll die KfW Ipex-Bank als rechtlich selbständige GmbH den deutschen und den europäischen Markt für Export- und Projektfinanzierung bearbeiten.weiterführende Literatur
Exportförderungs-StrategieBevorzugte Förderung von Sektoren einer Volkswirtschaft, die aufgrund von Vorteilen im internationalen Wettbewerb geeignet sind, die für das Stammland erforderlichen Devisen zu beschaffen. Klassische Instrumente sind bspw. Zinssubventionen für Exportkredite oder Exportkartelle.weiterführende Literatur
ExportkalkulationMethoden zur Ermittlung des (Markt-)Preises von Exportware (vgl. auch INCOTERMS). Formal gesehen kommen dabei die üblichen Kalkulationsmethoden zum Einsatz (kosten-, abnehmer- und wettbewerbsorientierte Preisfindung).weiterführende Literatur
ExportkartellDient gem. § 6 Abs. 1 GWB der Sicherung und Förderung der Ausfuhr. Man unterscheidet Exportkartelle, die gegründet werden, um bestehende Nachteile gegenüber ausländischen Konkurrenten auszugleichen (= defensives Exportkartell), von aggressiven Exportkartellen, welche die Verdrängung ausländischer Konkurrenten und die Durchsetzung von Monopolpreisen zum Ziel haben. Weiterhin gibt es einfache, auf Auslandsmärkte beschränkte Exportkartelle, die lediglich bei der Kartellbehörde anzumelden sind (= Anmeldekartelle), von den qualifizierte Exportkartelle, die auch inländische Märkte einschließen (= Erlaubniskartelle).weiterführende Literatur
ExportkontingentStaatlich verordnete Beschränkung des Imports bestimmter Produkte oder Produktkategorien. Ein Kontingent kann wertmäßig oder in Form der erlaubten Stückzahl festgelegt werden.weiterführende Literatur
ExportquoteAnteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz eines Unternehmens. Aggregiert kann diese Maßzahl als einfacher Indikator für den Internationalisierungsgrad einer Branche genutzt werden.weiterführende Literatur
Extra-HandelLiegt aus Sicht des Europäischen Binnenmarktes dann vor, wenn Mitgliedsländer mit Drittländern Handel treiben (bspw. Ausfuhr französischer Ware nach Mexiko). Im Gegensatz dazu findet Intra-Handel zwischen Mitgliedsländern statt.
FactoringSonderform der kurzfristigen Fremdfinanzierung. Grundlage des Factoring ist ein Vertrag zwischen einem Unternehmen und einem Finanzierungsinstitut, dem Factor. Darin bietet das Unternehmen dem Factor alle oder ausgewählte Forderungen zum Kauf an. Im Gegenzug erklärt sich dieser bereit, für den Klienten u.a. folgende Funktionen zu übernehmen: Debitoren-Buchhaltung, Mahnungen und das Einholen der Beträge aus offenen Forderungen (Inkasso-Funktion), Übernahme des Risikos bei Forderungsausfall (Delcredere-Funktion) und Bevorschussung der angekauften Forderungen (Finanzierungs-Funktion).
Fading Out-Joint VentureInternationales Gemeinschaftsunternehmen, das einem vertraglich festgelegten Zeitplan folgend in die Hand eines anderen, häufig inländischen Besitzers überführt wird. Entwicklungs- und Schwellenländer schreiben diese Klausel bisweilen aus Sorge vor einer Überfremdung ihrer Wirtschaft zwingend vor, wobei der ausländische Geschäftspartner häufig auch anfangs nur eine (49%-)Minderheitsbeteiligung erwerben darf.
Fairer HandelZiel verschiedenster Fair Trade-Organisationen, durch faire Handelsbedingungen im Welthandel für mehr Gerechtigkeit, Entwicklung etc. zu sorgen.weiterführende Literatur
FamiliensystemFeudalistisch-konfuzianisches Prinzip der Strukturierung und Führung sozialer und ökonomischer Organisationen. Im Gegensatz zum sozialen Familiensystem, das auf natürliche Kooperation hin ausgerichtet ist, basiert jenes auf Autorität und Loyalität.
Fast Moving Consumer GoodsSchnell drehende Waren des täglichen Bedarfs.
Feasibility-StudieAllgemein Machbarkeitsstudie. Dabei wird die Realisierbarkeit (im Sinne von Wirtschaftlichkeit) von Geschäftsvorhaben aller Art überprüft.
FeiertagJährlicher wiederkehrender, gewöhnlich arbeitsfreier Tag, der häufig religiös-kirchlichen Ursprungs ist (z.B. Weihnachten, Ostern), bisweilen aber auch weltlichen Charakter hat (z.B. 1. Mai). Offenkundig sind die Rituale, die an Feiertagen begangen werden (z.B. Verstecken von Ostereiern, Weihnachtsgeschenke, 1. Mai-Demonstration).
Feindseligkeit, kulturelleEine der fünf Dimensionen des Konzepts von Kultur, das V. Terpstra & R. Sarathy vorgeschlagen haben. Sie meinen damit hauptsächlich die Umwelt als eine Randbedingung der Unternehmenstätigkeit. Eine Kultur gilt dann als feindselig, wenn sie es einem Unternehmen nachhaltig erschwert, seine Ziele zu erreichen. Dieses Konzept ist abzugrenzen von dem der Fremdenfeindlichkeit.weiterführende Literatur
FeminitätDie Kulturdimension "Maskulinität vs. Femininität" von G. Hofstede beschreibt, wie stark sich die geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen innerhalb einer Kultur unterscheiden. Angehörige maskuliner Gesellschaften erwarten von Männern, dass sie stark und selbstbewusst auftreten und materielle Ziele verfolgen. In femininen Gesellschaften hingegen überlappen sich die geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen: Sowohl Männer als auch Frauen handeln femi-nin, d.h. zurückhaltend, sanft und harmoniegerichtet. In Werbeanzeigen müsste sich die maskuline kulturelle Prägung in der Betonung von Leistungsorientierung und Erfolg widerspiegeln.weiterführende Literatur
Financial Action Task Force on Money LauIn Paris ansässiges multinationals Gremium zur Bekämpfung der Geldwäsche.
Finanzmanagement, globalesIn hohem Maße abhängig von den weltweit höchst unterschiedlichen Rahmenbedingungen, z.B. rechtlicher und politischer Art. Traditionelle Aufgaben dieses Unternehmensbereiches, wie Kapitalbeschaffung, Kapitalstrukturpolitik, Finanzierung von Auslandsgeschäften oder Management von Wechselkursrisiken, wurden im Zuge der in den neunziger Jahren weltweit verstärkten Shareholder-Orientierung zu einem umfassenden Finanzmanagement integriert und im Sinne einer Internationalisierung der Rechnungslegung erweitert (z.B. nach den International Accounting Standards [IAS]).
Flaggen-ProtektionismusSystematische Bevorzugung inländischer Anbieter durch staatliche Instanzen. Wie in vielen anderen Staaten auch, so sind in den USA bspw. Behörden, Gemeinden etc. seit ca. 40 Jahren zum Buy American verpflichtet. Flaggen-Protektionismus ist eine Erscheinungsform der nicht-tarifären Handelshemmnisse.weiterführende Literatur




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