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| Flagschiff | Multinationales Unternehmen, das global engagiert ist und dessen Zulieferer selbst „Multis“ sind (wie Du Pont, das General Motors mit Autolacken beliefert). Weiterhin zeichnet diesen Unternehmenstypus aus, dass er zu wichtigen Kunden über viele Jahre hinweg stabile Beziehungen unterhält. |
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| Food and Agriculture Organization of the | Autonome Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die 1945 gegründet wurde. Zentrale Ziele der FAO bestehen darin, den Lebensstandard weltweit zu steigern, die Ernährungssituation zu verbessern, die Agrarproduktion zu steigern, die Lebensbedingungen in den ländlichen Gebieten denen in den Städten anzunähern sowie Hunger und Unterernährung zu bekämpfen. |
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| Forfaitierung | Abgeleitet von à fortfait, was „in Bausch und Bogen“ bzw. „pauschal“ bedeutet. Mit Blick auf die Finanzierung von Auslandsgeschäften ist damit der regresslose An- und Verkauf von kurz-, mittel- bzw. langfristigen Forderungen gemeint. Wurde im Rahmen eines Exportgeschäfts die Ware geliefert, kann der Exporteur seine daraus erwachsenden und verbrieften Forderungen (Schuldtitel) an den Forfaiteur verkaufen. |
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| Frachtbrief | Erfüllt als Begleitpapier eine Beweisfunktion: dass Exporteur und Frachtführer (z.B. Spedition) einen Frachtvertrag abgeschlossen haben. Ein Frachtbrief kann auch ein Dispositionsrecht des Exporteurs verbürgen: dass das Transportgut zurückgehalten, zurückgegeben oder einem anderen Empfänger ausgehändigt werden kann. |
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| Frachtfrei benannter Bestimmungsort | Wichtige Handelsklausel, wonach der Verkäufer die (Fracht-) Kosten bis zum Bestimmungsort trägt, der Gefahrenübergang aber mit der Übergabe der Ware an den ersten Frachtführer definiert ist. |
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| Freihandelsabkommen, mitteleuropäisches | 1992, im Gefolge der Erklärung, welche Polen, Ungarn und die damalige Tschechoslowakei 1991 im ungarischen Visegrád abgegeben haben, beschlossen. Ziele des Central European Free Trade Agreement (CEFTA) waren der schrittweise Zollabbau (bis 2001) und der Beitritt zur europäischen Union. Vertragspartner sind die so genannten Visegrad-Staaten, d.h. die Nachfolgestaaten der Tschechoslowakei (Slowakische und Tschechische Republik), Polen, Ungarn, Slowenien (1996) und Rumänien (1997). |
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| Freihandelszone | Erscheinungsform der internationalen Integration. Um unbeschränkten Warenaustausch zu ermöglichen, vereinbaren zwei oder mehr Länder in einem Handelsabkommen, in ihrem Intra-Handel alle Zölle und sonstige Handelsschranken abzubauen. Anders als die Mitglieder einer Zollunion betreiben sie gegenüber Drittländern allerdings weiterhin eine eigenständige Zollpolitik, können also gegenüber solchen Ländern ihre bisherigen Schutzmaßnahmen (z.B. Zölle) beibehalten. |
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| Freiheit | Zentrale Kategorie des Denkens und Handelns in kognitiv-individualistischen Gesellschaften (Individualismus vs. Kollektivismus). Ein Maß für den Grad an wirtschaftlicher Freiheit, welche eine Gesellschaft den Wirtschaftssubjekten gewährleistet, ist der Economic Freedom Index. |
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| Fremdheit | Zustand der Struktur- und Orientierungslosigkeit, der als bedrohlich empfunden wird (im Gegensatz zur Vertrautheit, die aus psychologischer Sicht Orientierung und Handlungssicherheit vermittelt). Die aus dem Fremdheitsgefühl erwachsende Verunsicherung lässt sich durch verschiedene Mechanismen der sozialen Informationsverarbeitung (z.B. Kategorisierung und Stereotypisierung) bewältigen. |
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| FTAA | Geplante panamerikanische Freihandelszone, welche neben der NAFTA die MERCOSUR-Staaten umfassen soll. |
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| G10-Gruppe | Informelles Gremium, bestehend aus den Industrieländern Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Schweden und USA. 1962, anlässlich des Abschlusses der Allgemeinen Kreditvereinbarung (AKV) mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gegründet, besteht die Aufgabe der G10-Gruppe darin, die gemeinsamen währungspolitischen Interessen der Mitgliedsländer zu definieren und insb. gegenüber dem IWF zu vertreten. |
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| G15-Gruppe | Loser Zusammenschluss von 15 Entwicklungsländern, die regelmäßig Gipfeltreffen abhalten, um gemeinsam ihre wirtschaftlichen Probleme zu lösen. |
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| G5-Gruppe | Gruppe jener fünf Mitgliedsländer des Internationalen Währungsfonds (IWF), deren Währungen den Korb der Sonderziehungsrechte ausmachen. Als Folge der Schuldenkrise von 1982, als zahlreiche Entwicklungsländer ihre Zahlungsunfähigkeit erklären mussten, intensivierten und institutionalisierten die damals führenden Welthandelsnationen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und die USA ihre währungspolitische Zusammenarbeit mit dem Ziel, durch koordinierte Interventionen ihrer Zentralbanken den erwarteten starken Kursverlust des US-Dollars aufzufangen |
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| G6-Gruppe | Gruppe der sechs führenden Wirtschaftsmächte des asiatisch-pazifischen Raumes (Australien, China, Hongkong, Japan, Singapur und die USA). Ziel dieser 1997 gegründeten Vereinigung ist es, durch verstärkte finanz- und währungspolitische Zusammenarbeit Währungskrisen in dieser Region zu verhindern. |
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| G7-Gruppe | Zur Vorbereitung des so genannten Weltwirtschaftsgipfels jährlich anberaumtes Treffen der Finanzminister und der „Notenbank-Chefs“ der sieben führenden Industrienationen (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, USA). |
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| G77-Gruppe | Lose Vereinigung von anfänglich 77 Entwicklungs- und Schwellenländern, welche das Ziel einer gerechten Weltwirtschaftsordnung verfolgen. Die „Gruppe der 77“ forderten im Jahre 1961 die westlichen Industriestaaten zu verstärkter Entwicklungshilfe auf, um so einen Beitrag zur Überwindung des von dieser Staatengruppe verschuldeten Kolonialismus und Imperialismus zu leisten. Mittlerweile gehören der „Gruppe der 77“ weit mehr als 77 Staaten an. |
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| G8-Gruppe | Seit der Auflösung des COMECON und der späteren Assoziierung Russlands inoffizielle Bezeichnung für das Treffen der G7-Gruppe, die aufgrund der Beteiligung Russlands bisweilen auch G8-Gruppe genannt wird. |
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| Ganzheitlicher Ansatz der Internationali | 'Erfasst, bspw. in Gestalt des so genannten GAINS-Ansatzes von K. Macharzina & J. Engelhard, simultan die wesentlichen Faktoren, welche die Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit beschleunigen oder hemmen. Aufgrund ihrer Komplexität und der vielgestaltigen Interaktionen entziehen sich derartige Struktur- und/oder Prozessmodelle jedoch im Regelfall einer umfassenden empirischen Überprüfung. |
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| Gastgeschenke | Sind, wie andere Geschenke auch, in den meisten Gesellschaften und Kulturen prinzipiell üblich. Was sich jedoch im konkreten Fall zum Gastgeschenk eignet und was nicht, ist im hohem Maße kulturabhängig. |
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| Gebrauchsanleitung | Muss nach einer EU-Ratsentschließung über „Gebrauchsanleitungen für technische Konsumgüter“ vom 17.12.1998 „in einer angemessenen Sprache verständlich und benutzerfreundlich formuliert werden“. Dies gilt auch und vor allem für die vorgeschriebenen Sicherheitshinweise. |
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| Gefühlsprotektionismus | Spielart des Protektionismus. Hierbei wird versucht, nicht-tarifäre Handelshemmnisse zu errichten, indem man heimische Verbraucher bzw. professionelle Entscheider dazu bewegt, ausländische Erzeugnisse nicht zu kaufen oder heimische Erzeugnisse zu bevorzugen. Dies kann mehr (in Gestalt von Boykott-Aufrufen) oder weniger offenkundig (in Gestalt von Buy National-Kampagnen) geschehen. |
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| Gegengeschäft | Unterkategorie des Kompensationsgeschäfts. Die Besonderheit des Gegengeschäfts liegt darin, dass ein einziger Vertrag sowohl die Lieferung von Ware und/oder Dienstleistung durch die eine Seite und deren Bezahlung durch eine „Gegenlieferung“ (von Ware und/oder Dienstleistung) regelt. |
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| Gegenkultur | Ähnlich der Subkultur eine Gruppierung innerhalb der (Mainstream-)Kultur. Anders als die Parallelgesellschaft entwickelt die Gegenkultur in bewusster Ablehnung der bürgerlichen Gesellschaft ihre eigene Wertehierarchie sowie eigene Rituale, Symbole und Normen. Im Verlauf einer Zeitenwende, wie sie etwa der Erste Weltkrieg (= „Industrialisierung des Krieges“) oder die Globalisierung (= Verlust der Schutzwirkung von Grenzen aller Art) repräsentieren, kommt es regelmäßig zu einer Stärkung der Gegenkultur. |
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| Gemeinsamer Fonds für Rohstoffe | 1976 auf der vierten UNCTAD-Konferenz in Nairobi mit dem Ziel der Stabilisierung und nach Möglichkeit Erhöhung der Weltmarktpreise für 18 Rohstoffe eingerichtet. |
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| Gemeinsamer Markt | Höchste Stufe der wirtschaftlichen Integration. Ein Gemeinsamer Markt wie die Europäische Union zeichnet sich aus volkswirtschaftlicher Sicht dadurch aus, dass alle Produktionsfaktoren uneingeschränkt mobil sind (z.B. Niederlassungsfreiheit für Unternehmen, freie Arbeitsplatzwahl sowie freier Kapitalverkehr). Im Gegensatz dazu begnügen sich die vorgelagerten Stufen der wirtschaftlichen Integration (z.B. Präferenz- und Freihandelszone bzw. Zollunion) mit dem Abbau von Handelsbeschränkungen bei Gütern. |
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