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Internationalisierung

 
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BegriffDefinition
Gemeinsamer ZolltarifEinheitlicher Außenzolltarifvertrag, der von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft am 1.7.1968 in Kraft gesetzt wurde. Neben dem GZT dokumentiert der Deutsche Gebrauchs-Zolltarif auch Zolltarife nach nationalem Recht (welche durch das Gemeinschaftsrecht nicht abgedeckt sind).
GemeinschaftsmarkeAllgemein eine von mehreren selbständigen Unternehmen kooperativ vertriebene Hersteller- oder Handelsmarke
GemeinschaftspatentSollte die vergleichsweise hohen Kosten der Patentanmeldung in der Europäischen Union senken. Da die Einführung eines EU-weit gültigen Patents aber bis auf weiteres gescheitert ist (u.a. aufgrund der Weigerung der Franzosen, Englisch als einzige Vertragssprache anzuerkennen, müssen die Anmeldungstexte weiterhin kostenträchtig in alle Amtssprachen der Gemeinschaft übersetzt werden.
General Agreement on Tariffs and TradeVerfolgt das Ziel, durch eine Senkung bzw. Reduzierung der Zollschranken den Welthandel zu fördern. Dasselbe gilt für den so genannten administrativen Protektionismus, der sich einer Vielzahl von Handelshemmnissen bedient (z.B. Ein- und Ausfuhrbeschränkungen, Kontingentierung von Importen, Selbstbeschränkungsabkommen).
GeneralisationWichtiges lern- und erkenntnistheoretisches Prinzip. Hierbei werden Erfahrungen, die man mit einem Ereignis sammelt, auf die gesamte Klasse ähnlicher Ereignisse übertragen („generalisiert“).weiterführende Literatur
Generic'Auffassung, wonach Marketing als die gezielte Auseinandersetzung eines Unternehmens mit seiner Umwelt zu begreifen ist, unabhängig davon, ob es sich dabei um die nationale, die internationale, die globale oder die kulturelle Umwelt handelt. Nach Ansicht der Vertreter dieser Richtung erübrigt die generische Sichtweise die klassische Unterteilung in Domestic Marketing, Internationales Marketing und Global Marketing.weiterführende Literatur
Genetisches Modell der Internationalisie'Idealtypisches, d.h. die Realität stark vereinfachendes Phasenmodell der Internationalisierung. Von Stufe zu Stufe wird demzufolge der Anteil der im Inland erbrachten Kapital- und Managementleistungen kleiner, während die jeweiligen Auslandsanteile entsprechend wachsen. Parallel dazu werden gewöhnlich zwischen den in- und ausländischen Unternehmensteilen Ressourcen und Wertschöpfungsanteile verlagert.weiterführende Literatur
Geographisch benachteiligte LänderUntergruppe einer Typologie der Entwicklungsländer. Hierzu zählen vor allem Inselstaaten wie Ceylon oder landlocked countries wie die Zentralafrikanische Republik. Während Inselstaaten mangels unmittelbarer Nachbarstaaten und angesichts der aufgrund ihrer Insellage erhöhten Logistikkosten benachteiligt sind, erwächst die entscheidende Hypothek der Binnenstaaten aus ihrem fehlenden Zugang zu den Weltmeeren.weiterführende Literatur
GeoMarketing'Informations- und PC-gestütztes Marketing, in dessen Mittelpunkt Geo-Informationssysteme stehen. Dabei werden geographische Daten mit soziodemographischen, ökonomischen und psychographischen Informationen verknüpft und als Raum-, Regional- und Strukturdaten zu anschaulichen digitalen Landkarten verarbeitet. Diese wiederum ermöglichen weltweit höchst detaillierte Gebiets-, Kunden-, Markt- und Standortanalysen sowie die Planung und Optimierung von Vertriebs- und Servicegebieten auf der Basis von Straßenabschnitten und im Extremfall einzelnen Gebäuden (und nicht mehr, wie früher, nach Postleitzahlengebieten).weiterführende Literatur
GerechtigkeitZentrale Kategorie normativ-kollektivistischer Gesellschaften. Während dort das Equality-Prinzip maßgeblich ist, hat in kognitiv-individualistischen Gesellschaften das Equity-Prinzip Vorrang.weiterführende Literatur
Gesamtamerikanische Freihandelszone1994 von B. Clinton, damals Präsident der Vereinigten Staaten, sowie 33 Staats- und Regierungschefs auf dem „Amerika-Gipfel“ in Miami für 2005 geplant: als von Alaska bis Feuerland reichende Freihandelszone, als Gemeinsamer Markt, in dem 800 Mio. zahlungskräftige Menschen leben. Eine funktionsfähige ALCA könnte die auf den beiden amerikanischen Subkontinenten bereits bestehenden Freihandelsabkommen ersetzen, falls es gelänge, die Interessengegensätze zu überwinden.
GeschenkeGelten in den meisten Kulturen als Respektbezeugung. Für die gezielte „Pflege“ von persönlichen und geschäftlichen Beziehungen sind sie insb. in kollektivistischen Ländern u.a. als Gastgeschenke von großer Bedeutung. Zwar ist auch dort Bestechung offiziell verpönt; nicht aber die Zueignung von „Geschenken“, was einen fließenden Übergang zur Korruption schafft.weiterführende Literatur
GeschlechtÜberaus bedeutsame, aber häufig unterschätzte intervenierende Variable zentraler makro- und mikroökonomischer Prozesse. So zählt zu den entscheidenden Besonderheiten gering entwickelter Länder u.a. die geringe Partizipation von Frauen am gesellschaftlichen Leben.weiterführende Literatur
GeschlechterstereotypSpezielle Erscheinungsform eines Stereotyps. Wie beim Länderstereotyp ist damit eine simplifizierende bzw. schematisierende kognitive Struktur gemeint, die Annahmen darüber repräsentiert, welche Merkmale (Attribute, Persönlichkeitseigenschaften etc.) für die Mitglieder einer sozialen Gruppe charakteristisch sind. Komplexer strukturierte Stereotypen sind als Schema kognitiv repräsentiert.weiterführende Literatur
GeschlechterunterschiedWird in der einschlägigen Literatur unter dem Stichwort gender behandelt. So hat sich gezeigt, dass bei Auslandsentsendungen Frauen nicht nur im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen, sondern auch gemessen an dem Anteil, den Frauen an Führungspositionen haben, seltener zum Einsatz kommen.weiterführende Literatur
Gesellschaft, säkulareHauptsächlich im Geltungsbereich der jüdisch-christlichen Religionstradition entstandene Gesellschaftsform, in welcher, unter dem Einfluss von Philosophie, Aufklärung und objektivierender Wissenschaft, die Religionen nur mehr eine Stimme im Pluralismus der Weltanschauungen haben.weiterführende Literatur
Gesetz zur Regelung der SicherheitsanforWurde 1997 als einheitlicher Sicherheitsstandard für Konsumgüter im Europäischen Binnenmarkt verabschiedet. Demnach sind auf jedem Produkt jene Gefahren kenntlich zu machen, die im Verlauf von dessen Lebenszyklus auftreten können. Im Falle von technischen Produkten verlangt das „EU-Produktsicherheitsgesetz“, dass Erwerber in „verständlicher“ Weise über den Produktionsprozess sowie die durchgeführten (Sicherheits-)Prüfungen informiert werden sowie eine aussagefähige Montage- bzw. Bedienungsanleitung erhalten (= technische Dokumentation).
Gini-KoeffizientKonzentrationsmaß, das bei vollkommener Gleichverteilung Null und bei vollkommener Ungleichverteilung (d.h. maximaler Konzentration) Eins beträgt. Der Gini-Koeffizient ist die bekannteste Kennzahl zur Messung der Einkommensverteilung.weiterführende Literatur
Gleichgewicht, außenwirtschaftlichesEines der zentralen Ziele der Konjunkturpolitik. § 1 des Stabilitätsgesetzes verpflichtet Bund und Länder dazu, mit ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik folgende Kriterien zu erfüllen: Preisniveaustabilität, hoher Beschäftigungsgrad, stetiges, angemessenes Wachstum und außenwirtschaftliches Gleichgewicht.weiterführende Literatur
GleitzollZollart, die dazu bestimmt ist, den eigenen Markt variabel zu schützen und die Inlandspreise stabil zu halten. Hierzu steigt bzw. sinkt die Zollbelastung mit sinkendem bzw. steigendem Importpreis.
Global CitizenMehr als der traditionelle Weltbürger, der sich frei und selbstverständlich zwischen einer größeren Anzahl von Staaten bewegt. Der 'global citizen' übernimmt zunehmend auch Verantwortung für dieses supranationale Gemeinwesen.weiterführende Literatur
Global Commerce InitiativePlattform der weltweit führenden Unternehmen der Konsumgüterwirtschaft aus Industrie, Handel und Dienstleistungsunternehmen. Wichtigstes Ziel der ca. 300 Mitglieder dieser Initiative ist es, technische Standards zu definieren, die z.B. für Produkt-Identifikation, logistische Kette, Global Scorecard und CPFR (Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment) bedeutsam sind.weiterführende Literatur
Global CompactCodex von neun universalen, an den Menschenrechten orientierten Grundsätzen der Unternehmensführung, welche insgesamt dafür sorgen, dass die Vertragspartner als Good Corporate Citizen auftreten.weiterführende Literatur
Global CoreModell der Konzernführung, wonach sich eine zahlenmäßig reduzierte Konzernführung (freiwillig) auf wenige Kernaufgaben konzentriert und entsprechend der Zuständigkeitsbereich der weitgehend selbständigen und marktnah operierenden Geschäftseinheiten erweitert wird. Dieses Führungsmodell scheint zwar eine Möglichkeit zur Bewältigung des Standardisierungs-/Differenzierungsproblems zu eröffnen, aber zugleich die Schnittstellenproblematik zu vergrößern.weiterführende Literatur
Global Governance1995 von einer UN-Kommission in ihrem Bericht „Our Global Neighbourhood“ vorgeschlagenes Konzept, das ordnungspolitisch ein Gegengewicht zur Globalisierung der Märkte schafft. Global Governance ist eine besondere Erscheinungsform von Corporate Governance.weiterführende Literatur




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