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| Gütesiegel | Wird von einer anerkannten Organisation definiert und verliehen. Ein Gütesiegel attestiert, dass das damit gekennzeichnete Objekt bestimmte Eigenschaften bzw. Qualitäten in einer festgelegten Ausprägung besitzt. |
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| Habitus | Von E. Panofsky in die kultursoziologische Diskussion eingeführtes und von P. Bourdieu weiterentwickeltes Konzept. Nach Ansicht dieser Wissenschaftler repräsentiert es eine kognitiv-konative „Vermittlungsinstanz“ zwischen sozio-kultureller Bedingtheit und individuellen Lebensumständen. |
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| Haier | Mit einem Umsatz von 8,7 Mrd. $ und einem Gewinn von 280 Mio. $ im Jahre 2003 der weltweit fünftgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten. Zwar ist Whirlpool Weltmarktführer; aber nach Stückzahlen gemessen verkaufte niemand mehr Kühlschränke als das erste chinesische Multinationale Unternehmen, das Prototyp einer neuen Generation von Global Player aus (ehemaligen) Entwicklungsländern werden kann (nach Toyota, Samsung etc.). |
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| Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv | Eines der großen Wirtschaftsforschungsinstitute der Bundesrepublik Deutschland. Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Außenhandelsverflechtung, der strategischen Bedeutung von Standortentscheidungen und der starken Abhängigkeit des Bruttoinlandsprodukts vom Außenhandel befasst sich das HWWA in einer seiner Studien bspw. mit den Internationalisierungsstrategien Multinationaler Unternehmen und deren Implikationen für den Standort Deutschland sowie die deutsche Standortpolitik. |
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| Handelbare Güter | Werden international gehandelt und müssen sich deshalb im internationalen Wettbewerb behaupten. Im Gegensatz dazu hängt bspw. die Preispolitik bei nicht-handelbaren Gütern ausschließlich von den nationalen Angebots- und Nachfragebedingungen ab. |
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| Handelsabkommen | Erste Vorstufe der wirtschaftspolitischen Integration von Volkswirtschaften. Im einfachsten, d.h. dem bilateralen Fall beschließen zwei Länder, bei einem konkreten Vorhaben zusammenzuarbeiten. |
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| Handelsbeschränkung | Liegt vor, wenn ein Staat den Handel mit bestimmten Produkten bzw. Produktkategorien monopolisiert (z.B. Schweden den Import von alkoholischen Getränken und Tabak, Frankreich den Import von Kohle). |
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| Handelsbilanz | Teilbilanz der Leistungsbilanz, wobei der Warenexport eines Landes die Aktivseite und der Warenimport die Passivseite ausmacht. Von einer aktiven Handelsbilanz spricht man, wenn ein Land einen Exportüberschuss erzielt, wie dies etwa bei der deutschen Volkswirtschaft regelmäßig der Fall ist. |
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| Handelshafen | Hafen, in dem Handelsgüter umgeschlagen werden |
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| Handelshemmnisse | Vielzahl von Eingriffen in den freien internationalen Güter- und Leistungsaustausch mit dem Ziel der Bevorzugung heimischer Akteure (z.B. Schutz der inländischen Industrie vor leistungsstärkeren ausländischen Konkurrenten durch Zollabgaben, Mengenkontingente, Local Content-Auflagen, Buy National-Aufrufe etc.). Formal gesehen sind die tarifären und die nicht-tarifären Handelshemmnisse als Verstoß gegen die Prinzipien des Freihandels im Allgemeinen und die Bedingungen des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT) im Besonderen zu werten. Die Gesamtheit der tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnisse wird auch als Protektionismus bezeichnet. |
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| Handelshemmnisse, administrative | Wichtiges Instrument einer protektionistischen Strategie der Beeinträchtigung des freien Austauschs von Gütern und Leistungen, häufig in Form von Verordnungen. Konkret sorgen administrative, auf den Ablaufprozess des Außenhandels gerichtete Handelshemmnisse für die „gewollte Ungleichbehandlung“ von ausländischen Anbietern. |
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| Handelsintensität | Warenfluss zwischen zwei Volkswirtschaften, dessen Ausmaß gemäß dem Gravitationsansatz als Funktion der jeweiligen wirtschaftlichen Leistungsstärke von Import- und Exportland sowie der geographischen Entfernung zwischen diesen ermittelt werden kann. |
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| Handelsklausel | Bei Transaktionen zwischen Käufer und Verkäufer übliche Formel, welche den Vertrag bspw. hinsichtlich der Zahlungsbedingungen und/oder der Lieferbedingungen rechtsverbindlich präzisiert. Im internationalen Handelsverkehr sind vor allem die International Commercial Terms (INCOTERMS) bedeutsam. |
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| Handelskompanie | Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gegründete privatwirtschaftliche, aber mit zahlreichen Machtmitteln ausgestattete Handelsgesellschaft. Im Auftrag ihrer absolutistischen Herrscher und durch Monopole sowie andere Privilegien unterstützt, entwickelten und betrieben diese Institutionen nicht nur den Handel mit den überseeischen Gebieten, sondern bereiteten auch deren Kolonialisierung vor. |
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| Handelsmarke | Erfüllt zunehmend die gleichen Funktionen wie der klassische Hersteller-Markenartikel (z.B. Qualitätsversprechen, Unverkennbarkeit aufgrund bestimmter äußerer Merkmale bzw. Kennzeichen). Ausnahmen sind die Marketing-Führerschaft, die bei dem jeweiligen Handelsunternehmen liegt, und die begrenzte Distribution; denn die auch als Private Label bezeichnete Handelsmarke ist ausschließlich in dem Filialnetz jenes Handelsunternehmens erhältlich, das sie geschaffen hat. |
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| Handelspolitik | Umfasst die Außenhandelspolitik und die Binnenhandelspolitik |
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| Handelspräferenz | Vertraglich geregelte Vorteile (insbesondere Zollerleichterung) im Außenhandel zwischen zwei und mehr Ländern, die Drittländern nicht gewährt werden. Im Lomé-Abkommen hat die Europäische Gemeinschaft den AKP-Staaten eine solche Handelspräferenz eingeräumt und damit einen so genannten Präferenzraum geschaffen. |
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| Handlungstraining, interkulturelles | Soll Entsandte in die Lage versetzen, unter so genannten fremdkulturellen Bedingungen eines Auslandseinsatzes die erforderliche Anpassungsleistung ('adjustment') zu erbringen. Aufgabe dieses Trainings ist es, Einsichten, Kenntnisse und Fertigkeiten länder- bzw. kulturspezifisch in verschiedenen Verhaltensbereichen zu vermitteln. Dahinter steht folgende Überlegung: Nur wer eine valide Vorstellung davon besitzt, warum sich z.B. Verhandlungspartner in einer bestimmten Weise verhalten (= Kausalattribution) und welche Ziele sie dabei verfolgen (= Finalattribution), kann soziale Ereignisse sowie interaktives Verhalten vorhersagen und beeinflussen. |
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| Hanse | Lockerer Bund von Städten, zu dessen Gründungsmitgliedern bspw. Lübeck zählt. In ihrer Blütezeit (1370-1400) gehörten mehr als 200 Städte zwischen Flandern und Polen, vor allem aber rund um die Ostsee der Hanse an. Mit dem Erstarken der Nationalstaaten gelang es den Holländern im 16. und 17. Jahrhundert, das Monopol der Hanse in der Ostsee zu brechen und die Schwerpunkte des Welthandels in die Atlantikhäfen zu verlagern. |
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| Harmonie | Zentrales Ordnungsprinzip der konfuzianisch geprägten Gesellschaftslehre. Demzufolge fördert Harmonie nicht nur die Gruppenkohäsion, d.h. deren Zusammenhalt, sondern bspw. auch die Produktivität einer Gesellschaft. |
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| Harmonisierung | Angleichung von Rahmenbedingungen, Lebensumständen, Rechtsgrundsätzen als Voraussetzung eines einheitlichen Binnenmarktes. Gerade aber in jenem Bereich, dessen Harmonisierung unerlässlich ist, wenn man faire Wettbewerbsbedingungen schaffen will, einem einheitlichen Wettbewerbsrecht, fällt dies aufgrund unterschiedlicher Rechtstraditionen in den einzelnen Mitgliedsstaaten besonders schwer. |
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| Harmonisierung, technische | 1985 vom Europäischen Rat mit dem Ziel des Abbaus technischer Handelshemmnisse innerhalb der Gemeinschaft beschlossen. Die einzelstaatlichen Vorschriften und technischen Normen wurden mit Hilfe von Richtlinien harmonisiert, welche die Anforderungen definierten, die Produkte erfüllen müssen, damit sie innerhalb des Binnenmarktes frei vertrieben werden können. |
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| Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt | 1996 in Alicante gegründet und mit der Aufgabe betraut, innerhalb der Europäischen Union die Sicherheit geistigen Eigentums zu gewährleisten, d.h. Gemeinschaftsmarken und Gemeinschaftsgeschmackmuster einzutragen. Diese Behörde ist im Gegensatz zu den bestehenden Markenämtern an keine Vorgaben des jeweiligen nationalen Markenrechts gebunden und kann demnach europaweit Standards setzen. |
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| Heckscher-Ohlin-Theorem | Bis in die fünfziger Jahre dominierender Erklärungsansatz der klassischen Theorie des internationalen Handels. Während mit Hilfe des Theorems der komparativen Kosten (P. Ricardo) nur begründet werden konnte, warum es zum internationalen Handel kommt, machten E. Heckscher und B. Ohlin die unterschiedliche Ausstattung der einzelnen Länder mit Produktionsfaktoren für Richtung und Ausmaß des Außenhandels verantwortlich. Gemäß diesem Erklärungsansatz der klassischen Außenhandelstheorie exportiert ein Land vor allem solche Güter, für deren Produktion es relativ reichlich vorhandene Produktionsfaktoren intensiv nutzen kann. In Frage gestellt wurde diese makroökonomische Theorie im weiteren Verlauf der Wissenschaftsgeschichte zunächst durch das Leontief-Paradoxon, später durch die Neue Außenhandelstheorie. |
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| Heimat | Dort wo man geboren ist und/oder sich zu Hause fühlt (erste vs. zweite Heimat). Im Zuge der wachsenden nationalen und internationalen Mobilität ist Heimat immer weniger ein realer, physischer Ort, an den man tatsächlich zurückkehren könnte. Sie ist vielmehr zur Projektion einer Sehnsucht geworden, z.B. nach den Orten der entschwundenen Kindheit. |
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