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Internationalisierung

 
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BegriffDefinition
Phasenmodelle der Internationalisierung'Gehen von der Beobachtung aus, dass bestimmte Muster der Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit nicht zufällig auftreten. Vielmehr lassen sich sog. Internationalisierungspfade erkennen, wenn man die dabei zu fällenden Entscheidungen u.a. hinsichtlich Fristigkeit, Umfang, Kapitalbindung oder Risiko systematisiert und in eine sachlogisch und zeitlich strukturierte Abfolge bringt.weiterführende Literatur
PlagiatWiderrechtliche Übernahme und Verbreitung von fremdem geistigen Eigentum; bewusste Verletzung des Urheberrechts (Marken- und Produktpiraterie).weiterführende Literatur
PoldermodellIn den Niederlanden in den neunziger Jahren entwickelter Ansatz, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Volkswirtschaft zu bewahren bzw. wiederzugewinnen. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um einen im Konsens zwischen den verschiedenen sozialen bzw. politischen Kräften des Landes vereinbarten Mix aus Arbeitszeitverkürzung, Lohnzurückhaltung und Begrenzung der Staatsausgaben.
Popper-KriteriumDas Popper-Kriterium der Falsifizierbarkeit besagt, dass wissenschaftliche Aussagen so formuliert werden müssen, dass sie prinzipiell an der Realität scheitern können, d.h. im empirischen Test verworfen werden können. Nicht-falsifizierbare Aussagen sind wissenschaftlich wertlos, da sie nicht überprüft werden können.weiterführende Literatur
PortfolioinvestitionLangfristiger, von Renditezielen geleiteter internationaler Kapitalverkehr, vor allem in Gestalt des Kaufs von ausländischen Wertpapieren und Unternehmensanteilen. Anders als bei einer Direktinvestition zielt die Portfolioinvestition nicht darauf, auf Strategie oder Politik des kapitalnehmenden ausländischen Unternehmens Einfluss zu nehmen.
PrädestinationslehreBereits aufgrund des Glaubens an die absolute Souveränität Gottes begründetes Erwähltsein oder Verworfensein des Menschen.
PräferenzzollVorzugszoll, den zwei oder mehr Länder vereinbaren und der geringer ist als der Zoll, der für entsprechende Ware, die von anderen Ländern eingeführt wird, zu entrichten ist. Die Mitgliedsländer einer Präferenzzone gewähren sich gegenseitig handelspolitische Vorzugsbehandlungen, was zugleich eine Diskriminierung der Nicht-Mitgliedsländer bedeutet.
Präsenz, internationaleIntensität des Auslandsengagements (und nicht das Auslandsengagement an sich); d.h. die Präsenz internationaler Unternehmenstätigkeit ist quantitativ und nicht qualitativ definiert.
PreisgleitklauselVertraglich vereinbarte Anpassung eines zu bezahlenden Preises an die Entwicklung eines Referenzwertes.
ProduktpirateriePlanmäßige, gezielte und massenhafte Verletzung von Schutzrechten.weiterführende Literatur
ProduktsicherheitsgesetzGesetz zur Regelung der Sicherheitsanforderungen an Produkte und zum Schutz der CE-Kennzeichnung
ProduktzyklustheorieErklärt zum einen vor allem den Handel mit neuen entwickelten („innovativen“) Industrieprodukten. Zum anderen ist sie in der Lage, den Strukturwandel im Welthandel zu erklären.weiterführende Literatur
ProhibitivzollWird im Gegensatz zu den qualitativ bestimmten Zollarten quantitativ definiert: als jene Zollbelastung, die dafür sorgt, dass der (unerwünschte) Import des zu verzollenden Gutes zum Erliegen kommt.
ProportionalkartenZeichnen kein so genanntes flächentreues, sondern ein relativierendes Abbild der Welt.weiterführende Literatur
ProspektrichtlinieSoll innerhalb der Europäischen Union das Erstellen und die Prüfung von Prospekten, die bei einem öffentlichen Angebot und bei der Zulassung von Wertpapieren zu publizieren sind, harmonisieren.
Protektion, effektiveNettoeffekt aus Subvention (z.B. durch Zölle auf das Endprodukt) und indirekter Besteuerung des Endprodukts (durch Zölle auf die importierten Vorleistungen). Erst diese komplexe Betrachtungsweise erlaubt zu erkennen, dass der durch einen Zoll auf das ausländische Endprodukt angestrebte Wettbewerbsvorteil gegenüber ausländischen Konkurrenten mehr oder weniger kompensiert oder gar überkompensiert werden kann.
PsycholinguistikSpezialgebiet der Psychologie, das sich mit menschlicher Kommunikation im Allgemeinen sowie der Enkodierung und Dekodierung von Sprache im Besonderen befasst.weiterführende Literatur
Public-Private PartnershipPlanung, Finanzierung, Bau und Betrieb öffentlicher Infrastruktur-Einrichtungen (bspw. Brücken) durch private Unternehmen. Refinanziert werden derartige Projekte durch Mautgebühren oder Mieteinnahmen.weiterführende Literatur
PuritanerIn England seit etwa 1570 Vertreter einer Reformbewegung (Puritanismus), welche die „Reinigung“ der Kirche vom Katholizismus betrieben hat. Zu den Wesensmerkmalen der Puritaner gehören u.a. strenge Bibeltreue und ethischer Rigorismus. Viele Puritaner sind später in die USA ausgewandert und haben dort das Wirtschaftsleben nachhaltig geprägt, insb. durch die ihnen nachgesagte spezifische Leistungsmotivation.
QualitätsklauselDefiniert die vereinbarte und vom Lieferanten zu gewährleistende Beschaffenheit einer Ware. Beispielsweise ist mit 'fair average quality' eine „mittlere Warenqualität“ gemeint, so wie sie allgemein im Handelsverkehr angenommen bzw. erwartet wird.
Quasi-HerstellerIst gemäß §4, 1 Satz 2 ProdHaftG, wer „in den Augen“ der Öffentlichkeit (insbesondere des durchschnittlichen Käufers bzw. Verbraucher) der Hersteller eines Produktes ist.
RackjobbingÜbernahme der Sortimentsfunktion des Einzelhandels durch einen Großhändler, seltener durch einen Hersteller. Der Begriff leitet sich ab von 'rack' (engl. = Regal) und 'to job' (engl. = in Kommission geben). Systematisierend kann diese Vertriebsform auch als vertikale Kooperation bezeichnet werden, wobei der Rack Jobber das Absatzrisiko trägt und das Handelsunternehmen das Inkassorisiko.
Rat der Europäischen UnionVertretung der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und deren oberstes Entscheidungsgremium der mit Sitz in Brüssel.
Rating-AgenturBeurteilt u.a. das Kreditausfallrisiko von einzelnen Unternehmen und ganzen Volkswirtschaften.
Rating-AgenturenÜberprüfen die Kreditwürdigkeit von Ländern und Unternehmen. Die als abschließendes Ergebnis ihrer Analyse vergebenen Bonitätskategorien (z.B. AAA) sind verklausulierte Ausfallwahrscheinlichkeiten.




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