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| Reality Engineering | Besteht darin, Versatzstücke der Populär- bzw. Massenkultur (z.B. Düfte, die in Geschäftsräumen eingesetzt werden, an Einkaufswagen montierte Video-Bildschirme) für die Zwecke des Marketing zu nutzen. Wichtiges Instrument von Reality Engineering ist die Produktplatzierung (= 'product placement'). Dabei werden reale Produkte in Film- und Fernsehproduktionen bzw. in anderen Medien eingeführt (vordergründig als für die Handlung erforderliche Requisite, tatsächlich aber primär aus Werbegründen). |
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| Rechnungslegung, internationale | Basiert auf der Harmonisierung der Rechnungslegungsvorschriften europaweit (vgl. z.B. 7. EG-Richtlinie) und weltweit. Triebkräfte sind einerseits das Bestreben vieler großer europäischer Aktiengesellschaften, leichteren Zugang zum amerikanischen Aktienmarkt zu erhalten, und andererseits der Wunsch der amerikanischen Kapitalgeber nach mehr Transparenz. |
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| Rechtfertigungslehre | Neuinterpretation von Röm. 1,17 durch M. Luther. Das durch die Erbsünde und persönliche Sünden des Einzelnen gestörte Verhältnis zwischen Gott und den Menschen kann nicht durch Gesetzestreue, d.h. durch Frömmigkeit und gute Werke, wiederhergestellt werden. Vielmehr ist Gott durch Jesus Christus zu den Menschen gekommen, um sie in ihrer Sündhaftigkeit anzunehmen und aus seiner Gnade heraus zu rechtfertigen. |
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| Reciprocal Trade Agreements Act | US-Handelsgesetz, 1934 verabschiedet, das als Vorläufer des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) angesehen werden kann. Es ermächtigte die amerikanische Regierung unter T. Roosevelt, mit 25 westeuropäischen und lateinamerikanischen Ländern Handelsabkommen abzuschließen, u.a. mit dem Ziel der reziproken Zollsenkung. |
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| Reentry-Garantie | Erhöht die Entsendungsbereitschaft von Mitarbeitern, da die damit verbundene verbindliche Zusage einer angemessenen Wiedereingliederung des 'expatriate' und die Bereitstellung einer Wiedereingliederungsposition das Sicherheitsbedürfnis wie das Karrierestreben der Mitarbeiter befriedigen. |
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| Reexportgenehmigung | Vom Bundesausfuhramt (BAFA) auf Antrag erteilte Genehmigung zur Wiederausfuhr zuvor eingeführter lizenzpflichtiger Ware. |
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| Refinanzierungsrisiko | Unterkategorie des Kreditgewährungsrisikos. Konkret ist damit die Gefahr gemeint, dass die kreditgewährende Bank einen Rollover-Kredit aufgrund einer allgemeinen Liquiditätskrise und ihres spezifischen Kapitalbeschaffungsrisikos nicht angemessen refinanzieren kann. |
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| Regionalgefälle | Erwächst auch innerhalb der Europäischen Union durch gravierende Unterschiede in Wirtschaftskraft, Arbeitslosigkeit, Beschäftigungsstruktur etc. zwischen den verschiedenen Regionen des Europäischen Binnenmarktes. |
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| Regionalisierung, transnationale | Entwicklung, die parallel zur Globalisierung voranschreitet, aber häufig übersehen wird. Gemeint ist die Bildung regionaler Wirtschaftsräume durch Prozesse der regionalen Integration. |
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| Regionalpatriotismus | Bedeutsam u.a. für Kaufentscheidungen. Anders als Konsumpatrioten begründen Regionalpatrioten ihre „Buy National-„ bzw. „Buy Regional-Entscheidung“ nicht mit rationalen Argumenten (dadurch die heimische Wirtschaft und den Erhalt heimischer Arbeitsplätze fördern zu wollen), sondern mit emotionalen Argumenten (z.B.: „Es ist doch klar, dass ich als Sachse sächsische Produkte kaufe.“). |
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| Regionalwissenschaften | Wie Afrikanistik, Indologie, Orientalistik oder Sinologie befassen sich mit Sprache, Kunst und Religion der jeweiligen Region |
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| RegionenMarketing | Ursprünglich als Non Business-Marketing konzipiert (zur Erhöhung der Akzeptanz einer Region als Wohn- und Lebensraum), hat sich das Regionen-Marketing zunehmend zu einer Spielart des Standort-Marketing entwickelt. Dessen Aufgabe ist es, eine Region im internationalen Wettbewerb als Wirtschaftsstandort (z.B. Rhein-/Main-Gebiet) und/oder als Tourismusregion zu positionieren. |
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| Reichtum der Nationen | Ist, wie schon der bekannte Ökonom und Moralphilosoph Adam Smith betonte, nicht auf materiellen Reichtum beschränkt, sondern wird nicht minder durch kulturellen und geistigen Reichtum begründet. |
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| Reine Außenwirtschaftslehre | Erklärt und prognostiziert außenwirtschaftliche Phänomene aus mikro-ökonomischer Perspektive. Dabei wird vor allem untersucht, welche Güter international in welche Richtung bewegt werden und ob bzw. wie diese Güterströme durch tarifäre und nicht-tarifäre Handelshemmnisse beeinträchtigt bzw. verändert werden. |
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| Reintegration | Integration von Entsandten nach Beendigung ihres Auslandseinsatzes in die Landeskultur ihres Heimatlandes und/oder die Unternehmenskultur des Stammhauses. |
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| Reisanbau-These | Häufig zur Begründung der kollektivistischen Struktur der traditionellen japanischen Gesellschaft (Individualismus vs. Kollektivismus) und des dort allgegenwärtigen Gruppen-Prinzips angeführte kulturhistorische These. |
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| Related Aspects of International Propert | Von der Uruguay-Runde des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) 1993 in Genf beschlossen, erfasst dieses Abkommen neben dem Waren- und Dienstleistungshandel auch handelsrelevante Sachverhalte des Schutzes des geistigen Eigentums (z.B. Urheber- und benachbarte Rechte, Marken, geographische Herkunftsangaben, gewerbliche Muster (Geschmacksmuster), Modelle, Patente sowie Pläne integrierter Schaltkreise). |
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| Relativismus, kultureller | Überzeugung, dass keine soziale Einheit (z.B. Kultur, Nation, Rasse, Volk) 'a priori' über- oder unterlegen ist. Kultureller Relativismus impliziert allerdings nicht, wie viele Kritiker dieser erkenntnistheoretischen Position meinen, die Beliebigkeit von Werten, sondern den Verzicht auf Werturteile über fremde Kulturen, da hierbei zumeist die eigenen Werte und Normen als gültig und Abweichungen davon als minderwertig angesehen werden. |
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| Relocation Service | Dienstleister, die im Umfeld von längerfristigen Auslandsaufenthalten sämtliche damit verbundenen logistischen Probleme der Mitarbeiter lösen. Hierzu zählen z.B. Haus-/Wohnungssuche, Umzug oder An-/Abmeldung des 'expatriate'. |
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| Rentabilitätsrisiko | Unterkategorie des Kreditgewährungs-Risikos. Das Rentabilitätsrisiko entspricht der Wahrscheinlichkeit, dass die Rentabilitätserwartungen der kreditgewährenden Bank, etwa bei einem Rollover-Kredit, nicht erfüllt werden (z.B. weil das Länderrisiko falsch eingeschätzt wurde, der Schuldner einen Kredit vorzeitig kündigt etc.). |
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| Ressourcenorientierte Theorie | Im Einklang mit dem „Unsichtbare Hand-Erklärungsansatz“ geht die Ressourcenorientierte Theorie der Multinationalen Unternehmung davon aus, dass Unternehmen im Laufe der Zeit materielle (z.B. Kapital) und immaterielle (z.B. Wissen, internationale Erfahrung) Ressourcen entwickeln, die ihnen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen. |
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| Rigidität, laterale | Mentale Trägheit von Entscheidungsträgern, die sich u.a. in der mangelnden Bereitschaft oder Fähigkeit, „ausgetretene Pfade zu verlassen“, äußert. Dazu trägt u.a. das Prinzip der selektiven Wahrnehmung bei, das dafür sorgt, dass selbst bedrohliche Veränderungen in der Unternehmensumwelt (z.B. Sättigung des nationalen Marktes) nicht frühzeitig und/oder nicht umfassend genug wahrgenommen werden. |
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| Ringi-Seido | Entscheidungsfindung, die nicht auf dem demokratischen Mehrheitsprinzip, sondern auf dem konfuzianischen Konsensusprinzip basiert. Wird ein Entscheidungsproblem zur Ringi-Angelegenheit erhoben, dann zirkuliert das Ringi-Formular mit dem Lösungsentwurf so lange zwischen allen davon betroffenen (Unternehmens-)Abteilungen und wird dabei immer wieder geprüft, ergänzt sowie modifiziert, bis jeder Beteiligte dem Konzept zustimmen kann. |
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| Ringi-System | Für den japanischen Kulturkreis spezifische Form der Gruppenentscheidung. Dieses Konsensus-Prinzip der Entscheidungsfindung, das nicht mit dem von der westlichen Managementlehre beschriebenen partizipativen oder kooperativen Führungsstil gleichgesetzt werden sollte, gilt vielen als Garant von Risikobereitschaft, da es hierbei zu einem Teilen bzw. Anonymisieren von Verantwortung kommt. |
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| Risikowahrnehmung | Unter Risikowahrnehmung versteht man die von Entscheidungsträgern aller Art (z.B. Manager, Konsumenten) als nachteilig aufgefassten und nicht mit Sicherheit vorhersagbaren Konsequenzen ihres Verhaltens. |
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