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Internationalisierung

 
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BegriffDefinition
Theorien der komparativen KostenvorteileVorausgesetzt, ein Land importiert diejenigen Güter, welche es nur zu vergleichsweise hohen Kosten produzieren kann, und exportiert im Gegenzug solche Güter, bei welchen seine Produktionskosten relativ geringer sind, dann werden verfügbare Ressourcen international optimal eingesetzt bzw. genutzt (sofern die beteiligten Staaten auf dirigistische Eingriffe verzichten).weiterführende Literatur
Theorien des internationalen HandelsVersuchen zu erklären, welche Vorteile der internationale Handel, als Erweiterung der Arbeitsteilung auf internationaler Ebene, den beteiligten Volkswirtschaften bietet. Daraus ergibt sich zugleich die Begründung des Außenhandels.weiterführende Literatur
Tiger-StaatenHongkong, Singapur, Südkorea und Taiwan; werden auch als die „Vier kleinen Drachen“ bezeichnet. Sie erzielten insb. in den achtziger Jahren ein überproportionales Wirtschaftswachstum.weiterführende Literatur
Tiger-Staaten, baltischeLettland und Litauen, die aufgrund überproportionaler Wachstumsraten ihres Bruttosozialprodukts (2003 = 7,5% bzw. 8,9%) in Analogie zu den südostasiatischen Tiger-Staaten bisweilen als baltische Tiger-Staaten bezeichnet werden.weiterführende Literatur
Timing-StrategieFür die Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit bedeutsam in Gestalt der Wasserfall-Strategie bzw. der Sprinkler-Strategie.weiterführende Literatur
Tobin-SteuerZielt auf die Vermeidung bzw. Begrenzung von Finanzkrisen durch Besteuerung internationaler Finanztransaktionen. Das so gewonnene Steueraufkommen könne einen Interventionsfonds speisen und dieser dann zur Stabilisierung von - durch Spekulation - gefährdeten Wechselkursen eingesetzt werden. Da sich dieser Vorschlag aus einer Vielzahl von Gründen als nicht praktikabel erwies (nicht alle Finanztransaktionen sind spekulativ motiviert, enormer Verwaltungsaufwand und Kostenbelastung, aufgrund dirigierender Interessen würde sich nicht die erforderliche überwiegende Mehrzahl der Länder daran beteiligen), hat sich selbst der Namensgeber, J. Tobin, längst schon davon distanziert.
TochtergesellschaftAuslandsniederlassung, die früher zumeist in Abgrenzung zur reinen Verkaufsniederlassung als rechtlich selbständige „Tochtergesellschaft mit eigener Produktion“ bezeichnet wurde.
ToleranzAllgemein und im positiven Sinn Verständnis und Aufgeschlossenheit Unbekanntem oder Personen, Sachverhalten etc. gegenüber, die andere Normen und Werte verkörpern bzw. befolgen als man selbst. Die negative Wortbedeutung meint Duldung.weiterführende Literatur
TonnageRauminhalt eines Seeschiffes in Registertonnen (= 2,8317 m3)
TouristenländerBeziehen mehr als 10% ihrer Deviseneinnahmen aus dem internationalen Tourismus.weiterführende Literatur
Trademark Law TreatySorgt nicht primär für materiellen Markenschutz, sondern für die Angleichung der formellen Verfahren des Markenrechts in den einzelnen nationalen Rechtsordnungen.
Training, interkulturellesGesamtheit von systematisch geplanten und durchgeführten Maßnahmen zur Ausbildung bzw. Förderung interkultureller Kompetenz. Diese gehen über die traditionellen Maßnahmen zur Vorbereitung von Entsandten auf einen Auslandseinsatz (z.B. durch Sprachkurse, länderkundliche Seminare) hinaus.weiterführende Literatur
TransfairVerfolgt ein umfassenderes Entwicklungskonzept als andere Nicht-Regierungsorganisationen, bspw. Rugmark. Transfair leitet die Einnahmen direkt an die Produzenten, Kleinbauern in Entwicklungsländern, weiter. Primäres Ziel dieser Entwicklungsstrategie ist es, den Bauern in den Ländern der Dritten Welt mehr Lohn zukommen zu lassen sowie Schulen, die Infrastruktur u.v.a.m. auszubauen, um dadurch die Lebens- und Arbeitsverhältnisse langfristig zu verbessern - und damit letztlich die Entwicklungschancen.
TransferstatistikBaut auf der Zahlungsbilanzstatistik auf, modifiziert diese aber in zweierlei Hinsicht. In der Transferstatistik berücksichtigt die Deutsche Bundesbank reinvestierte Gewinne und Verluste nicht (d.h. behandelt diese nicht als Direktinvestitionen). Entsprechendes gilt für den Erwerb oder Verkauf von kommerziell genutztem Grundbesitz.
TransformationsländerBefinden sich in einer Phase der Transformation von der Zentralplan- in die Marktwirtschaft. Hierbei handelt es sich zumeist um die Länder des ehemaligen sozialistischen Ostblocks (COMECON). Im Gegensatz zu den MOE-Ländern etwa befinden sich die Entwicklungsländer, als ehemalige Kolonien der Industrieländer, in der Phase der Evolution von einer instabilen, überregulierten in eine vergleichsweise stabile und wettbewerbsintensive Volkswirtschaft.weiterführende Literatur
TranslationGemäß der traditionellen Auffassung der „Übersetzungstheorie“ die möglichtst exakte Transkodierung von Worten, Sätzen oder umfassenderen Texten von einer Sprache in eine andere.
TransnationalisierungStrukturierung der Weltwirtschaft in völkerrechtliche kodifizierte Bündnisse wie die Europäische Union oder der MERCOSUR, wobei die einzelnen Mitgliedsländer freiwillig auf Souveränitätsrechte verzichten.weiterführende Literatur
Transnationalitäts-IndexVon der Konferenz über Handel und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCTAD) entwickelt. Der Index der Transnationalität errechnet sich aus dem
  1. „Anteil der ausländischen an den gesamten Vermögenswerten“,
  2. „Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz“,
  3. „Anteil der Auslandsbeschäftigung an der Gesamtbeschäftigung“.
  4. weiterführende Literatur
Transparency International1993 mit Sitz in Berlin gegründet. Diese Anti-Korruptions-Organisation hat weltweit über 70 Sektionen und mehr als 5.000 Mitglieder. Wichtige Instrumente sind der ® Bribe Payers Index (BPI) und der Corruption Perception Index (CPI).weiterführende Literatur
TriadeUmfasst die drei nachfrage- und wettbewerbsstärksten Zentren der Weltwirtschaft (Europa, Japan, USA).weiterführende Literatur
TribalismusPolitik, die nicht dem Wohl der Allgemeinheit (bzw. der Nation oder dem Staat), sondern dem des eigenen Stammes dient (tribe, engl. = Stamm). Dieser Politikstil steht für Partikularismus und die Bevorzugung der eigenen Ethnie beim Aufbau eines Staatswesens.weiterführende Literatur
Triple-ABestes Ergebnis eines Rating, d.h. der Bewertung des Kreditausfallrisikos eines Unternehmens oder einer Volkswirtschaft durch eine Rating-Agentur.
UAIAbkürzung für 'uncertainty avoidance index'. Der Index der Unsicherheitsvermeidung repräsentiert eine der vier (bzw. fünf) Dimensionen der Hofstede-Kulturstudie.weiterführende Literatur
Übernationales'Betreibt nach R. Hünerberg ein Unternehmen, das in einigen wenigen Auslandsmärkten vertreten ist. Das Übernationale Unternehmen verkörpert dieser Auffassung zufolge den Übergang vom nationalen ('domestic') zum Internationalen Unternehmen.weiterführende Literatur
Überschneidungssituation, kulturelleEntsteht, wenn Angehörige unterschiedlicher Kulturen bzw. Kulturräume aus privaten, beruflichen und/oder öffentlichen Gründen interagieren (z.B. im Falle einer Entsendung). Dabei spielen nicht nur die sozio-ökonomische und die geographische, sondern insb. auch die kulturelle Distanz eine wesentliche Rolle.weiterführende Literatur




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