|
| Übersetzungs- und Dokumentationssprache | Jene Sprachen, in die offizielle Dokumente von internationalen Organisationen (z.B. Europäische Union, Vereinte Nationen) übersetzt werden. |
 | |
| Übertragungsbilanz | Teilbilanz der Zahlungsbilanz. In der Übertragungsbilanz werden alle Transaktionen erfasst, die unentgeltlich bzw. ohne ökonomische Gegenleistung veranlasst werden. |
 | |
| Umwelt-Dumping | Kann Standorten mit signifikant geringeren Standards hinsichtlich Art und Kosten des Umweltverbrauchs bei Produktionsprozessen wesentliche Kostenvorteile verschaffen. |
 | |
| Unilever | Prototyp eines Global Player, der seinen Umsatz vorrangig, aber nicht nur in den Triade-Märkten erzielt. Kaum minder erfolgreich als im pazifischen Raum ist Unilever in Lateinamerika. |
 | |
| Unionspriorität | Sichert dem Anmelder eines Patents aufgrund des Pariser Verbandsübereinkommens bei Nachmeldung in anderen Mitgliedsstaaten den Zeitrang seiner Erstanmeldung zu, sofern diese weniger als zwölf Monate zurückliegt. Diese Folgeanmeldungen werden dann so behandelt, als wären sie gleichzeitig mit der Inlandsanmeldung eingereicht worden. |
 | |
| United Nations Conference on Trade and D | Welthandelskonferenz der Vereinten Nationen, am 30.12.1964 auf Betreiben der Entwicklungsländer gegründet. |
 | |
| Universal Appeal | Werbeappelle bzw. Werbebotschaften, die, unabhängig von der Kultur, welcher die jeweilige Zielgruppe angehört, auf alle Menschen prinzipiell gleichermaßen anziehend oder abstoßend wirken. |
 | |
| Universalismus | erkenntnistheoretische Position, die zwischen den Polen Absolutismus und Relativismus steht. Während Absolutisten bspw. davon ausgehen, dass die psychische Grundstruktur aller Menschen gleich ist und kulturelle Einflüsse allenfalls Marginalien darstellen, sind Relativisten von dem Primat des Kulturellen überzeugt. |
 | |
| Unsicherheitsvermeidung | Kulturdimension nach Hofstede. Unsicherheitsvermeidung drückt aus, in welchem Umfang sich Menschen durch ungewisse, unbekannte oder unstrukturierte Situationen bedroht fühlen. |
 | |
| Unsicherheitsvermeidung | Unsicherheitsvermeidung ist eine Dimension der Kulturkonzeption von G. Hofstede. Der Unsicherheitsvermeidungsindex (UVI) beschreibt, inwiefern sich Angehörige eines Kulturkreises durch ungewisse oder unbekannte Situationen bedroht fühlen. Dies drückt sich unter anderem durch Intoleranz, Stress und geringere Risikobereitschaft sowie durch die Etablierung formaler Regeln aus.  |
 | |
| Unternehmensführung á la Hisbollah | Ironisierende Kritik an der - nicht nur in islamischen Ländern zu beobachtenden - Praxis, Führungspositionen in Wirtschaft und Politik nicht mit qualifizierten, sondern mit streng- bzw. rechtgläubigen Personen zu besetzen. |
 | |
| Unternehmenskultur | Summe der grundlegenden Überzeugungen, die sich in einem Unternehmen entwickelt haben und die das Denken, Entscheiden und Handeln der Unternehmensmitglieder beeinflussen bzw. prägen. Diese Grundüberzeugungen formen sich zu einem unternehmensspezifischen Welt- und Selbstbild. Konkret und erlebbar wird die jeweilige Unternehmenskultur in Gestalt des praktizierten Führungsstils oder den publizierten Unternehmensleitsätzen. Sie selbst aber ist den Beteiligten nicht oder nur teilweise bewusst: sprichwörtlich ist sie „wie das Wasser, in dem der Fisch schwimmt, ohne es wahrzunehmen“. |
 | |
| Unternehmensziel | Eine nach Möglichkeit präzise Vorgabe, die in Erfüllung des Unternehmenszwecks ('business mission') erreicht werden soll bzw. muss. Idealerweise werden Ziele operational definiert, da nur dann der Zielerreichungsgrad überprüft und damit Erfolgskontrolle ausgeübt werden kann. Neben den quantitativen Unternehmenszielen (z.B. Marktanteil) werden vielfach auch qualitative Unternehmensziele definiert. |
 | |
| Upgrading | Bezeichnet in verschiedenen Wirtschaftsbereichen die Aufwertung einer Leistung oder Zuweisung eines Objekts zu einer höheren Güteklasse. Im Außenhandel versteht man unter Upgrading eine Strategie zur Kompensation der vom (Neo-)Protektionismus ausgehenden Restriktionen. |
 | |
| Upstream-Branche | Ist innerhalb der Wertschöpfungskette des fokalen Unternehmens vorgelagert (d.h. ein Zulieferunternehmen). Davon abzugrenzen sind Downstream-Branchen. |
 | |
| Urban | 'Geht davon aus, dass die Ballungszentren die Vorreiter der sozio-ökonomischen Entwicklung sind, weshalb Trends dort schon in ihrer Entstehung beobachtet und für die Konzeption innovativer Marketing-Konzepte genutzt werden können. |
 | |
| Urheberrecht | (Absolutes) Recht, das dem Urheber (Autor, Verfasser, Bearbeiter, Übersetzer) eines Werkes der Literatur, Wissenschaft oder Kunst zusteht und gegen jedermann wirkt, an seiner geistigen Schöpfung. Das Urheberrecht ist im Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz) von 1965 geregelt. |
 | |
| Ursprungslandprinzip | Steuerrechtliches Prinzip, wonach grenzüberschreitende Leistungen im Ursprungsland der Leistung zu besteuern sind. Alternativ bedeutet das Bestimmungslandprinzip, dass diese Leistungen im Bestimmungsland zu besteuern sind. |
 | |
| Ursprungszeugnis | Warenbegleitpapier, aus welchem die Herkunft einer Ware hervorgeht. |
 | |
| UVI | Unsicherheitsvermeidung ist eine Dimension der Kulturkonzeption von G. Hofstede. Der Unsicherheitsvermeidungsindex (UVI) beschreibt, inwiefern sich Angehörige eines Kulturkreises durch ungewisse oder unbekannte Situationen bedroht fühlen. Dies drückt sich unter anderem durch Intoleranz, Stress und geringere Risikobereitschaft sowie durch die Etablierung formaler Regeln aus.  |
 | |
| Validierung | Statistisches Verfahren, das die Gültigkeit einer Messung sicherstellt. Neben der Konstruktvalidität sind die inhaltliche Validität sowie die Kriteriumsvalidität ('predictive validity' und 'concurrent validity') von besonderer Bedeutung. |
 | |
| Verbraucherboykott | beschreibt das Phänomen, dass Personen oder Gruppen versuchen, ihre Ziele dadurch zu erreichen, dass sie Konsumenten dazu bewegen, die Produkte eines bestimmten Unter-nehmens nicht mehr zu kaufen. Die Produktentscheidung orientiert sich somit nicht mehr nur an der Bedürfnisbefriedung des einzelnen Konsumenten. Vielmehr trifft der Konsument seine Kaufentscheidung politisch motiviert und wählt Produkte gezielt aus.  |
 | |
| Verbraucherpreisindex, harmonisierter | Wird, anders als der Verbraucherpreisindex (VPI) für Deutschland, in allen Mitgliedsländern der Europäischen Union nach einem einheitlichen Verfahren berechnet. Während der den nationalen Preisindices zugrunde liegende Warenkorb die jeweiligen nationalen Ge- und Verbrauchsgewohnheiten berücksichtigt, wird beim HVPI bewusst auf diese Anpassung verzichtet, um für die Europäische Union und die Europäische Währungsunion einen einheitlichen und damit vergleichbaren Verbraucherpreisindex zur Verfügung zu haben. |
 | |
| Verbraucherstreik | beschreibt das Phänomen, dass Personen oder Gruppen versuchen, ihre Ziele dadurch zu erreichen, dass sie Konsumenten dazu bewegen, die Produkte eines bestimmten Unter-nehmens nicht mehr zu kaufen. Die Produktentscheidung orientiert sich somit nicht mehr nur an der Bedürfnisbefriedung des einzelnen Konsumenten. Vielmehr trifft der Konsument seine Kaufentscheidung politisch motiviert und wählt Produkte gezielt aus.  |
 | |
| Vergeltungszoll | wird als Reaktion auf den Schutzzoll eines anderen Landes bzw. einer Wirtschaftsunion erhoben. Diese Spielart des Protektionismus kann leicht eskalieren, bis hin zum „Wirtschaftskrieg“. Diese auch als Retorsionszoll oder Kampfzoll bezeichnete Außenhandelsstrategie ist gemäß dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) nur dann zulässig, wenn das betreffende Land durch den Schutzzoll erhebliche Nachteile in Kauf nehmen muss (Zollarten). |
 | |