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Institut zur Förderung von Marketing und Marktforschung e.V.
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BegriffDefinition
AA-KurveBeschreibt jene Wechselkurs- und Produktionskombinationen, bei denen sich der inländische Geldmarkt und der Devisenmarkt in einem Gleichgewichtszustand befinden (Devisen). Die AA-Kurve wird auch als Vermögensmarktkurvebezeichnet.
Ab WerkZählt zu den so genannten E-Terms der International Commercial Terms (INCOTERMS). Deren Aufgabe ist es, die Lieferbedingungen weltweit zu definieren und zu standardisieren. Hierdurch werden Verlässlichkeit sowie Effizienz des internationalen Handels wesentlich erhöht und Konfliktpotenzial gemindert.
  1. Indem der Verkäufer die Lieferbedingung „ab Werk“ akzeptiert, verpflichtet er sich, die Ware zur vertraglich vereinbarten Zeit am bestimmten Ort (z.B. Verladerampe des Werkes) dem Käufer zu einem zu vereinbarenden Zeitpunkt zu übergeben. Weiterhin hat er die notwendige Verpackung auf eigene Kosten zur Verfügung zu stellen sowie alle Kosten und Risiken bis zur vertraglich vereinbarten Abholzeit zu übernehmen.
  2. Der Käufer hat die vertragsgemäß (Zeit und Ort) zur Verfügung gestellte Ware zu bezahlen sowie alle Kosten und Risiken vom Zeitpunkt der vereinbarten Übernahme an zu tragen. Weiterhin muss er alle Zollgebühren und Abgaben, die aufgrund der Ausfuhr fällig werden, sowie alle Gebühren, die für die erforderlichen Dokumente zu entrichten sind, bezahlen (Ursprungszeugnisse, Ausfuhrbewilligung, Konsulatsgebühren).
AbwehrzollDient dem Schutz inländischer Anbieter vor Dumping-Maßnahmen ausländischer Konkurrenten. Die auch Antidumping-Zoll bzw. Ausgleichszoll genannte tarifäre Belastung von Importen ist laut den Regularien des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT) nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt; bspw. ist nachzuweisen, dass inländische Anbieter durch das Dumping „erheblich geschädigt“ würden. Auch muss es sich um eine Form des Dumping handeln, in dessen Mittelpunkt räumliche Preisdifferenzierung steht. Dies wiederum setzt voraus, dass Ware zu einem Preis eingeführt wird, der unter dem im Exportland geforderten Preis liegt. Von Dumping ist auch auszugehen, wenn für die fragliche Ware dort Prämien bzw. Subventionen gewährt werden. Sozial-Dumping bspw. erfüllt diese Bedingungen nicht.weiterführende Literatur
African Growth and Opportunity Act (AGOAAm 1.5.2000 in Kraft getreten, gewährt dieses Gesetz mehreren afrikanischen Staaten in einer ersten Phase für bestimmte Warengruppen (z.B. Textilien) zoll- und quotenfreien Zugang zum amerikanischen Markt (Zollpräferenz). Als Voraussetzungen sind zu erfüllen:
Erstens müssen die Lieferanten bestimmte Qualitätsnormen erfüllen und den Abnehmern Inspektionsrechte einräumen.
Zweitens muss das Heimatland des Exporteurs die allgemein anerkannten demokratischen und rechtsstaatlichen Normen einhalten (Good Governance, Korruption).
Drittens sind bestimmte Local Content-Auflagen zu erfüllen.
In der zweiten, wie die erste auf vier Jahre angesetzten Phase von AGOA müssen diese Länder Stoffe aus den USA oder einem anderen AGOA-Land importieren, wenn sie weiterhin in die Vereinigten Staaten Textilien exportieren wollen. Hiermit wird eine Entwicklungsstrategie verfolgt, die sich primär als „Hilfe zur Selbsthilfe“ versteht und versucht, zentrale Fehler der traditionellen Entwicklungshilfe zu vermeiden (z.B. Kompetenz- und Wohlfahrtsverlust der Empfängerländer durch „gelernte Hilflosigkeit“, Omnipotenzillusion der Geberländer).
AkkreditivTreuhänderische Form des Zahlungsflusses im Außenhandel. Das Dokumenten-Akkreditiv, für das international die Bezeichnung Letter of Credit bzw. LC üblich ist, wird in den verschiedensten Erscheinungsformen eingesetzt (widerrufliches Akkreditiv, unwiderrufliches unbestätigtes Akkreditiv, unwiderrufliches bestätigtes Akkreditiv, revolvierendes Akkreditiv). Hierbei verpflichtet sich eine Bank vertraglich, bei Erfüllung bestimmter Bedingungen (z.B. Lieferung von Ware, Übergabe der Lieferpapiere und anderer Dokumente innerhalb der vorgeschriebenen Fristen) im Auftrag des Käufers in der vereinbarten Währung Zahlungen an Dritte (z.B. Verkäufer, Spediteur) zu leisten bzw. eine andere Bank hierzu zu ermächtigen. Eröffnet bspw. die Hausbank des Importeurs ein Akkreditiv, so erlangt dadurch der Exporteur als Begünstigter die Sicherheit, dass seine Leistung vereinbarungsgemäß bezahlt werden wird. Der Importeur wiederum kann sich darauf verlassen, dass der Zahlungsfluss erst dann ausgelöst wird, wenn der vertraglich vereinbarte Leistungsübergang sichergestellt ist.
AKP-Staaten70 Entwicklungsländer Afrikas, der Karibik und des pazifischen Raumes, die mit der Europäischen Union durch das Lomé-Abkommen verbunden bzw. mit ihr assoziiert sind (Stand 1997).weiterführende Literatur
All Risks-KlauselVereinbarung gemäß dem Seefracht-Versicherungsrecht. Diese Klausel geht über den bei Seetransporten üblichen Versicherungsumfang hinaus, indem sie nicht nur die Risiken von Havarie, Diebstahl und Seeräuberei sowie See- und Süßwasserschäden deckt; 'all risks' schließt auch Beschaffenheitsschäden sowie Schäden, die durch Transportverzögerungen entstehen, in den Versicherungsumfang ein.
Allgemeine Kreditvereinbarung (AKV)Legen fest, dass die Mitgliedsländer der G10-Gruppe dem Internationalen Währungsfonds (IWF) dann Kredite in ihren Währungen gewähren, wenn die regulären Devisenbestände des IWF es dieser maßgeblichen Institution der Weltwirtschaftsordnung bei Währungskrisen nicht erlauben, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.
Seit 1993 beläuft sich das Kreditvolumen der AKV auf 17 Mrd.
Allgemeine VersicherungsbedingungenGewährleisten allgemeingültige Rahmenbedingungen für Versicherungsverträge, wie sie von den jeweiligen internationalen Fachverbänden unter Berücksichtigung der national unterschiedlichen Rechtsordnungen, gesetzlichen Regelungen und Usancen erstellt werden. Im Einzelnen sind zu nennen:
  • Allgemeine Deutsche Binnentransport-Versicherungsbedingungen (ADB),
  • Allgemeine Deutsche Seeversicherungsbedingungen (ADS),
  • Allgemeine Deutsche Spediteurbedingungen (ADSp).
Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen1947 von 23 Staaten unterzeichnet und am 1.1.1948 in Kraft getreten. Das General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) hat nach dem Zweiten Weltkrieg das Wachstum des Welthandels stark beflügelt. Seit damals nahm das Welthandels­volumen um mehr als das 16fache zu, während die Güterproduktion im selben Zeitraum lediglich um den Faktor 5,5 gewachsen ist.weiterführende Literatur
AmtsspracheOffizielle, z.B. für die Zwecke der Gesetzgebung eines Staates gebrauchte Sprache (etwa Deutsch in der Bundesrepublik Deutschland). Als Amtssprache werden auch solche Sprachen bezeichnet, in der internationale Organisationen Verhandlungen führen, Verträge schließen und offizielle Texte publizieren. Die Amtssprache ist von der Verkehrssprache und von der Arbeitssprache abzugrenzen.
ÄnderungsbereitschaftVerhaltenswissenschaftliches Konstrukt, das Bestandteil des „Meta-Konstrukts“ Auslandsorientierung ist. Während Änderungsbereitschaft sich auf die organisationale Ebene bezieht, d.h. auf die Änderungsbereitschaft von Unternehmen (laterale Rigidität), meint Flexibilität die entsprechende individuelle Eigenschaft bspw. eines einzelnen Managers (im Sinne eines Persönlichkeitsmerkmals). Änderungsbereitschaft hat sich im interkulturellen Vergleich (Deutschland, Finnland und Japan) als einer der Prädikatoren von Exporterfolg erwiesen
Arabische Liga1945 von Ägypten, Irak, Jemen, (Trans-)Jordanien, Libanon, Saudi-Arabien und Syrien als Vereinigung aller unabhängigen arabischen ® Staaten gegründet (griech. árabes = Wüstenbewohner). Mittlerweile umfasst die Arabische Liga 22 Mitgliedsländer. Das oberste Gremium, der Rat, in den jedes Mitglied einen Vertreter entsendet, kann bindende Beschlüsse nur einstimmig fassen (Vetorecht). weiterführende Literatur
ArbeitszeitWichtiges Argument im Rahmen der Standortdiskussion. Je nachdem, welchen Berechnungsmodus man wählt, fallen die internationalen Ranglisten allerdings höchst unterschiedlich aus. weiterführende Literatur
ArbitrageGeschäftsprinzip, welches zwischen verschiedenen Märkten bestehende Preisdifferenzen gewinnbringend ausnutzt. Durch Veränderung des Angebots oder der Nachfrage kommt es dann zu einer Angleichung von Preisunterschieden. Der größte, allerdings nur für den professionellen Handel praktikable Markt für Arbitrage-Geschäfte ist die Devisenbörse.
ArbitrationIm Internationalen Marketing Schiedsspruch, um Meinungsverschiedenheiten zwischen Verkäufer und Käufer über Ausfall oder Bewertung von gelieferter Ware zu lösen
ArchaischAus den Anfängen der Urzeit, den ältesten Abschnitt der Frühzeit der Erdgeschichte betreffend („Archaikum“)
ArchetypNach C.G. Jung ein Urbild bzw. eine grundlegende Vorstellung, die seit Urzeiten genetisch übermittelt wird und allen Angehörigen einer Ethnie gemeinsam ist (archaisch). In Form von Symbolen, Märchen, Mythen, Religion und Kunst sind die Archetypen dieser Lehre zufolge Teil des kollektiven Unbewussten menschlicher Gemeinschaften (z.B. die Südseeinsel als paradiesähnlicher Zufluchtsort).
ArmutsstrategieKoordinierter Einsatz aller Politiken (Wirtschafts- und Handelspolitik, Finanzpolitik sowie Außen- und Sicherheitspolitik) zur Gestaltung einer Entwicklungspolitik, die mehr und anders ist als die klassische Entwicklungshilfe. Zentraler Ansatzpunkt der so genannten Armutsstrategie sind die wichtigsten Handelsprobleme der ärmsten Entwicklungsländer, die erwachsen aus: Agrarprotektionismus der Europäischen Union (Handelshemmnisse, Weltagrarmarkt); Ausgrenzung dieser Volkswirtschaften aus dem WTO-Prozess.
ArtefaktMehrdeutiger Begriff, der einerseits ein Methodenproblem etwa der (Marketing-)Forschung bezeichnet (z.B. eine durch den Messvorgang und nicht durch die unabhängige[n] Variable[n] provozierte Variation der abhängigen ? Variablen) und andererseits alles vom Menschen Geschaffene. Diese materiellen Artefakte (z.B. Häuser, Kleidung, Bücher) machen zusammen mit den Mentefakten, d.h. dem Geistig-Normativen, die Kultur eines Landes aus. Sie ist von der Natur, die alles nicht vom Menschen Geschaffene umfasst, abzugrenzen.
ASEAN1967 mit dem Ziel gegründet, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der Mitgliedsländer zu fördern. Nach den Gründungsmitgliedern (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand) trat 1984 Brunei der Association of South-East Nations bei. Seit 1997 gehören ihr auch Laos, Myanmar und Vietnam als Vollmitglieder an; Kambodscha und Papua-Neuguinea hatten Beobachterstatus (vgl. Abb.). Enge Zusammenarbeit besteht u.a. mit der Asiatischen Entwicklungsbank. Konkretes Ziel dieser Vereinigung ist u.a. die Errichtung einer ASEAN Free Trade Area (AFTA), allgemeines Ziel die verstärkte Integration der beteiligten Länder (Regionalisierung, transnationale).
Asia-Pacific Economic Cooperation1989 gegründete Wirtschaftskooperation u.a. zwischen Australien, Chile, Japan, Kanada, Mexiko, Neuseeland und zehn südostasiatischen Ländern. Die Mitgliedsländer repräsentieren insgesamt mehr als zwei Milliarden Verbraucher. Die APEC ist eine der Erscheinungsformen transnationaler Regionalisierung.
Asia-Pacific-SourcingNeue internationale Messe der Köln-Messe, welche im Zwei-Jahres-Rhythmus eine Plattform für das wachsende Angebot der asiatischen Märkte im Haus-, Garten- und Freizeitsektor einerseits und die zunehmende Nachfrage aus Europa und Nordamerika andererseits schaffen möchte.
Asiatisch-pazifischer RaumSeit Ende des vergangenen Jahrhunderts die in mancherlei Hinsicht wichtigste Wachstumsregion der Weltwirtschaft (ASEAN, Asia-Pacific Economic Cooperation [APEC], Asien-Pazifik-Konferenz, G6-Gruppe, Wunder, asiatisches).
Asiatische Entwicklungsbank1996 mit dem Ziel gegründet, wie die anderen Entwicklungsbanken auch die wirtschaftliche Entwicklung der Mitgliedsstaaten durch Kreditvergabe und Technische Hilfe zu fördern (z.B. ASEAN-Staaten). Die Asian Development Bank (ADB) hatte 1997 insgesamt 40 regionale Mitglieder (in Asien und dem pazifischen Raum) sowie 16 nicht-regionale Mitglieder (z.B. Bundesrepublik Deutschland, USA).




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